Freitag, 20. Oktober 2017

England - Schlösser und Gärten #2

Eigentlich wollten wir uns an diesem Tag eine Ausstellung in Liverpool anschauen. Ganz eigentlich wollte ich mir auch ein paar Schuhe kaufen. Ich hatte sie in Dänemark gesehen und hoffte nun, sie in der passenden Größe in England zu finden. Doch die Galerie, die wir besuchen wollten, war wegen Umbau geschlossen. Die Schuhe, die ich haben wollte, gab es nicht. Nicht einmal die Marke war bekannt. Schon am Tag zuvor hatte ich meine arme Freundin einmal durch alle Schuhläden von Chester gejagt. Das brauchten wir kein zweites Mal.
Wir setzten uns in die Sonne, tranken Kaffee, aßen Sandwich und hofften, dass eine Liverpoolerin mit Lockenwicklern in den Haaren an uns vorbeiflaniert. Das gilt als typisch Liverpooler Chick. Es kam aber keine, leider.
Als uns kalt wurde, zogen wir weiter, hinaus aufs Land, nach

Speke Hall

 




Der Weg zum Herrenhaus führt erst am Küchengarten vorbei, in dem noch Erdbeeren reiften und riesiger Mangold wuchs. Dann wird der Weg schmaler, rechts und links dicht bewachsen. Man sieht nur Bäume.
Und dann...


...dieser Blick auf englischen Rasen so weit das Auge reicht (na ja, fast)...


...und auf das wunderschöne Herrenhaus aus der Tudorzeit. Großes Kino.
Durch einen kleinen Innenhof, in dem zwei uralte Eiben stehen, gelangt man ins Haus, in eine andere Welt. Eine Zeitreise beginnt. Liebevoll gestaltet.


Über zwei Etagen viele Zimmer gerade so, als hätten sie die Bewohner eben erst verlassen.



Das linke Kleid ist übrigens eine Nachbildung aus Papier. Man muss schon sehr nahe herantreten, um das zu erkennen. Die beiden anderen Kleider sind Originale.




Von den Küchenutensilien hätte ich gerne ein paar mitgenommen. Ach, am liebsten wäre ich sofort eingezogen. So schön. So gemütlich. So ganz meins.


Noch ein kurzer Gang durch den Garten hinterm Haus und dann mussten wir los.

Ich muss jetzt auch los. Zum jährlichen Ball. Und immer noch besitze ich kein Ballkleid. Eine Schande.

Euch allen ein schönes Wochenende
Lieben Gruß
Katala

Mittwoch, 18. Oktober 2017

England - Schlösser und Gärten

England ist berühmt für seine Schlösser und Gärten. Sie sind wunderschön. Leider war die Zeit viel zu kurz, um alle zu sehen, aber zwei haben wir besucht.

Biddulph Grange Garden



Wie viele andere Schlösser und Gärten in Großbritannien gehört auch Biddulph Grange Garden zum National Trust, einer gemeinnützigen Organisation, die bereits 1895 gegründet wurde. "Ziel war es, Gebäude oder Landschaften von historischem Interesse oder besonderer Schönheit zu bewahren. Die Grundidee war, dass nur der Privatbesitz von Gebäuden und Grundstücken diese vor einer späteren Zerstörung oder Verbauung durch den Staat oder Unternehmen bewahren kann."(Quelle)
Nur mal so nebenbei: In Deutschland wurde die Stiftung Deutscher Denkmalschutz erst 90 Jahre später, im Jahre 1985 gegründet...


Doch zurück nach Biddulph Garden und zum"Dahlia Walk".


Ein Highlight des Parks im späten Sommer und im Herbst. Wunderschön. Wie der gesamte Park.

 

Auf den etwas mehr als sechs Hektar des Viktorianischen Landschaftsparks gibt es wunderbare Sichtachsen, jede Menge uralter Bäume, zum Teil die ältesten ihrer Art in ganz England, und viele verschiedene Gärten.


Einen chinesichen Garten.


Eine Stumpery - die älteste des Landes.
Es ist ähnlich einem Steingarten, nur halt mit verwitterten Baumstümpfen statt Steinen - eine Besonderheit des Viktorianischen Gartenbaus und sehr beliebt im 19. Jahrhundert.


Und einen ägyptischen Bereich gibt es auch.

Wir haben nicht alles gesehen. Sechs Hektar sind ganz schön viel Fläche und ganz schön viel Weg.  Außerdem brauchten wir dringend eine Stärkung.


Also zurück zum Schloß...


...mit den vielen, so unterschiedlichen Schornsteinen, die ich so sehr mag.
Besichtigen kann man das Schloß nicht. Doch es gibt ein Café und die leckersten frischen Scones, die man sich denken kann.


Teatime in der englischen Herbstsonne mit einer Freundin und ehemaligen Kollegin - so geil.

Und weil hier auch gerade so schön die Sonne scheint, gehe ich jetzt erst einmal in den Garten. Mehr von England gibt es dann demnächst.

Euch allen noch einen sonnigen Nachmittag
Lieben Gruß
Katala

Sonntag, 8. Oktober 2017

Dänemark

Eine Woche Angelurlaub auf Langeland. Nur zwei Tage mit dem Fotoapparat unterwegs und doch so viele Fotos. Also auswählen. Schwer. Darum Vorischt: Bilderflut.

Die Überfahrt

Morgens in Rostock. Erst einmal warten auf die Fähre. Wir müssen eine Stunde vorher am Hafen sein. Die Fähre kommt elf Minuten vor Abfahrt, schafft es aber trotzdem, um Neun wieder abzulegen.


Es ist für mich immer wieder faszinierend, zu beobachten, wie die vielen Autos im Hafen, noch ehe die Fähre angelegt hat, von den Pilot Cars vorsortiert werden. Und vor allem, mit welcher Geschwindigkeit das alles funktioniert. Wir haben noch nicht einmal Platz genommen, das geht's schon los. Vorbei an Warnemünde und hinaus aufs Meer. Und schon sehen wir den ersten Angelkahn. Bald werden wir auch einen haben, keinen so exquisiten, aber immerhin.

Das Meer

Der erste Abend. Das Haus ist bezogen. Das Auto ausgeräumt. Wir können endlich an den Strand.



Wir beobachten, wie die Angler mühsam ihr Boot auf den Trailer ziehen.  Soetwas haben wir auch gebucht. Aber vielleicht läßt sich ja noch etwas ändern.

Am nächsten Morgen bekamen wir ein etwas größeres Boot im Hafen. Und raus ging's aufs Meer. Die Kamera blieb fortan zu Hause. Wind war aufgekommen, für unsere Nußschale schon ganz schön heftig. Sollten wir kentern, dann sollte nicht auch die Kamera verloren gehen.
Gefangen haben wir nur sehr wenig. Zu den Dorschgründen, weit draußen im offenen Meer, haben wir uns mit unserer Nußschale nicht getraut. Für Plattfische haben wir uns zu doof angestellt - andere fingen an einem Tag 40 Stück. Wir nicht einen einzigen. Aber wenigstens eine schöne große Makrele und ein Hornhecht, ein Fisch mit grünen Gräten, gingen uns an die Angel. Beide sehr sehr lecker.

Am letzten Tag habe ich die Kamera dann doch mitgenommen.



 

Aber draußen auf dem Meer gibt es nicht all zu viel zu fotografieren. Fische haben wir auch an diesem Tag nicht gefangen. Außerdem nahm der Wind mehr und mehr zu.


 Also zurück zum Hafen...



...und den Möwen, die bei uns vergebens auf ein paar Fischabfälle warteten.

Das Nor

Am Vortag hatte ich auf dem Weg zum Hafen die falsche Straße erwischt. Da es sowieso gerade regnete, wollten wir wissen, wo diese Straße hinführt, und so landeten wir per Zufall beim Tryggelev Nor, einem von mehreren Vogelschutzgebieten auf Langeland.


Da ich die Kamera dabei hatte, musste ich dort noch einmal hin. Es ist eine wunderschöne Landschaft - wie überall auf Langeland. So sanft gewellt. So still. Und überall rote Beeren, deren Leuchten sich so schlecht aufs Foto bannen ließ.
Für mein kleines Objektiv waren leider auch die vielen verschiedenen Vögel zu weit entfernt.
Die Schafe waren näher.





Noch ein letzter Blick aufs Meer.





Und dann ging's zum Kofferpacken. Allerdings nicht, ohne noch ein paar Stops für Fotos einzulegen.



Auch wenn wir kaum etwas gefangen haben - der Urlaub war wunderbar. Im Kahn zu sitzen, die Angeln ins Wasser zu halten und von den Wellen gewiegt zu werden, macht einfach Spaß.
Wie immer, war auch dieser Urlaub natürlich viel zu kurz. Aber ich habe es gut. Morgen früh fliege ich noch für ein paar Tage nach England. Und darum werde ich jetzt Koffer packen.
Ich bin dann mal wieder weg. Tralala.
Euch allen eine schöne Woche
Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 5. Oktober 2017

September

Vorbei ist der September. Der Urlaub leider auch. Hier stürmt es gerade mächtig. In Dänemark nicht. Aber zu Hause gemütlich am warmen Ofen zu sitzen und die Fotos für die Monatscollage, die Birgitt jeden Monat sammelt, durchzuschauen, ist auch schön.


Schön war auch der September.
Schön war es in Weimar auf dem Töpfermarkt und auf der IGA in Berlin, wo ich in der GemüseAckerdemie all die vielen verschiedenen Tomnatensorten bewunderte.
Schön waren die Tage im Altenteil. Schön war der Spaziergang in der Dämmerung und schön war es in der Spätsommersonne zu sitzen und zu stricken, neben der an der Wäscheleine wachsenden Gurke.
Schön war es, eine ganze kleine Stiege voller Edelreizker zu finden. Das gute an diesen leckeren Pilzen ist: Kaum einer kennt sie und wenn sie wachsen, hat man sie fast alle für sich allein.
Schön war es, die ersten Kastanien zu finden.
Und schön war es in Dänemark am und auf dem Meer. Doch darüber später.

Ansonsten war der September wieder einer dieser Monate, die - hawusch - vorbei waren. Die Zeit rast nur so. Das liegt wahrscheinlich am Alter. Ist man Kind, dauert ein Tag ewig. Jetzt würde ich die Tage gut doppelt so lang nehmen.
Weil die Tage aber nunmal nicht 48 Stunden haben, habe ich es nicht geschafft, an Astrids Linkparty teilzunehmen.


Ein Foto hatte ich schon herausgesucht, aber für den Text hat die Zeit dann nicht mehr gereicht. Viel hätte ich sowieso nicht schreiben können, denn ich kann mich an meinen Schulanfang überhaupt nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich es nicht erwarten konnte, eingeschult zu werden. Als es dann endlich soweit war, ließ die Begeisterung für die Schule bald mehr und mehr nach. Aber wer ist schon all die Jahre jeden Tag aufs Neue voller Begeisterung zur Schule gegangen...

Euch allen einen schönen Abend
Lieben Gruß
Katala