Freitag, 5. Juli 2019

Juni und St. Petersburg

Der Juni, der Monat der Rosen, der Erdbeeren und der Hitze. 38 Grad im Schatten. Das macht unterm Dach mal schnell über 40 Grad. Aber auch 30 Grad reichen schon, um die Wohung aufzuheizen.


Bis in die Dunkelheit hinein habe ich fast täglich an ein kühles Plätzchen am See gesessen und zugeschaut, wie der Wasserspiegel sinkt. Nein, das ist gelogen. So schlimm, dass man zuschauen könnte, wie er sinkt, ist es noch nicht, aber er sinkt.
Ich habe den Vögeln gelauscht und dem Wind.  Ich habe einen Biber beobachtet und die Ringelnattern, einmal erfolgreich das Wildschwein vertrieben, das sich schon wieder über unsere Wiese hermachen wollte, und auf Regen gehofft, der nicht kam.
Wir haben Pfingsten gefeiert und den Geburtstag der Enkeltochter. Ich war mit den Kindern in Herzberg im Zoo und in Berlin bei einem Workshop auf der "Textile Art Berlin". Ich hatte so gehofft, endlich zu lernen, wie man so schöne Pilze näht wie Mr. Finch. Doch das hat leider nicht geklappt.
Ansonsten haben wir uns so wenig bewegt wie möglich. Im Garten nur das Nötigste gemacht, auf der Wiese einen Blühstreifen für die Insekten stehen lassen und viele Erdbeeren geerntet.
Das kleine, alte Tongefäß mit den paar Lavendelstielchen habe ich übrigens im See gefunden. Ohne Blümchen natürlich. Die sind aus dem Garten.
Die Hitze hat nicht nur uns zu schaffen gemacht. Der Computer nahm das auch sehr persönlich. Ständig stürzte er ab, hat dabei einen Teil der St. Petersburg-Fotos, die ich für den versprochenen Post durchschaute, zersägt. Von den übriggebliebenen hänge ich jetzt einfach ein paar an, bevor beim nächsten Hitzeeinbruch der Rest auch noch verschwindet.

Kommt, ich nehme Euch mit auf einen kleinen Stadtrundgang durch eine Stadt der Superlative.





Es sind natürlich nicht alle Fotos an einem Tag entstanden. Den ehemaligen Winterpalast, der heute mit zur Eremitage gehört, haben wir schon am ersten Tag umrundet.


In der Eremitage waren wir erst am zweiten Tag. Mächtig gewaltig, wie alles in St. Petersburg.


Kommt man aus der Eremitage wieder heraus, noch ganz erschlagen von all dem Prunk und den endlosen Gängen durch die Gemächer, tritt man auf den riesigen Palastplatz mit der 47,5 Meter hohen Alexandersäule, der größten ihrer Art auf der Welt.


Klein und bescheiden gibt es in St. Petersburg nicht. Da macht auch die Issakkathedrale keine Ausnahme. Sie gehört zu den größten Kirchenbauten der Welt.


Die riesige Nordtür der Kathedrale misst 42 qm und wiegt 20 Tonnen. Im Westen und im Süden gibt es Eichentüren gleicher Ausmaße. Jede Tür ist zwei Heiligen gewidmet, die im Süden u.a. Alexander Newski, einem Fürsten aus dem 13. Jahrhundert, der von der russisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochen wurde.
Seinen Namen trägt auch die viereinhalb Kilometer lange Prachtstraße, an deren Ende das Neswki-Kloster liegt, zu dem wir es aber leider nicht geschafft haben. Ich bin mir nicht sicher, ob wir überhaupt weiter als einen Kilometer gekommen sind.


In diesem prächtigen Haus am Newski-Prospekt ist oben in der Kuppel der Sitz des russischen Facebook - erzählte uns unsere Stadtführerin. Und viel weiter haben wir es nicht geschafft. Ziemlich fußlahm nahmen wir dann bald die U-Bahn.


Sie ist eine der tiefsten der Welt. Sie liegt so tief, dass man, steht man oben auf der Rolltreppe, das Ende nicht sehen kann.


Und sie gilt als eine der architektonisch schönsten der Welt, sind die Bahnhöfe doch fast Paläste.



Nicht nur der schönste Fernbahnhof von St. Petersburg, sondern auch der älteste Bahnhof von ganz Russland, ist der Witebsker Bahnhof, den wir unbedingt an diesem Tag noch sehen wollten. Von hier fuhr die erste russische Eisenbahn und beförderte den Zaren in 35 Minuten in das 25 Kilometer entfernte Zarskoje Selo zu seiner Sommerresidenz.


Damals, zur Eröffnung der Bahnline 1837, war das Bahnhofsgebäude nur ein kleiner Holzbau. Der heutige Bahnhof entstand erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Zwischen 2001 und 2003 zu Ehren der 300-Jahr-Feier der Stadt aufwendig restauriert, erstrahlt er wieder in reinstem Jugendstil. Ein so schöner Bahnhof. Ich habe mich sofort in ihn verliebt.
Und gerne wäre ich hier in den nächsten Zug gestiegen, um in das ehemalige Zarskoje Selo, das heutige Puschkin, zu fahren und mir dort all die Schlösser und Paläste anzuschauen. Aber erstens fährt der Zug nach Puschkin gar nicht mehr vom Witebsker Bahnhof und zweitens war der Tag, an dem wir dafür noch Zeit gehabt hätten, genau der Tag, an dem dort alles Ruhetag hatte. Nun ja, vielleicht ein nächstes Mal.

Und das war's dann auch schon mit St. Petersburg. Wir hätten einen Monat dort sein müssen, um wenigstens die wichtigsten Sehenswürdigkeiten alle besuchen zu können. Es waren aber nur ein paar Tage. Und an einem von ihnen waren wir am Meer.


Zum Abschied gibt's noch einen Blick über die Newa in der Dämmerung. Es war so schön zu beobachten, wie überall die Lichter angingen, während es langsam immer dunkler wurde.
St. Petersburg ist schön und auf jeden Fall eine Reise wert. Ich kann es nur empfehlen.

Damit genug für heute. Die Collage schicke ich zu Birgitt und Euch allen ein wunderschönes Wochenende
Lieben Gruß
Katala

Freitag, 7. Juni 2019

Ist der Mai kalt und nass...

Kalt war der Mai. Nass eher weniger. Aber trotzdem grünte und blühte es überall.


Anfang des Monats schien es noch Sommer. Die Hunde gingen baden, wir allerdings nur spazieren. Die ersten Rosen blühten bei der Tochter und auf meinen Balkon verirrte sich ein Maikäfer - hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.
Dann kamen die Eisheiligen.  Also erst einmal alles normal. Das erste Gössel wurde geboren und entdeckt den Hof.
Tja und nach den Eisheiligen konnte es so richtig losgehen - dachten wir. Im Garten der Tochter haben wir die vorgezogenen Gurken, Kürbisse und Freilandtomaten gepflanzt und dann kam in der letzten Maiwoche noch einmal Frost. Zum Glück sind nicht alle Pflanzen total erfroren, treiben von unten vielleicht noch einmal kräftig aus.
Bei uns war es nicht ganz so kalt, aber kalt genug, dass ich Ende Mai noch heizen musste.
Mein Bienenhotel ist gut besucht, was mich über die Maßen freut. Inzwischen sind fast alle großen Löcher verkapselt. Ich muss langsam über einen Anbau nachdenken. Für die kleinen Löcher haben sich noch keine Interessenten gefunden. Aber der Sommer fängt ja auch erst an.
Diesen Monat haben wir es endlich geschafft, die Picasso-Ausstellung in Potsdam zu besuchen. Weil man dort sowieso nicht fotografieren durfte, habe ich die Kamera gar nicht erst mitgenommen. War blöd, denn auf dem Rückweg haben wir beim Schloß Diedersdorf Rast gemacht, das durchaus fotografierenswert ist. Allein der Blick durch das alte Herrenhaus hindurch über die Terrasse auf Wiesen und Weiden, auf denen auch just ein paar Kühe mit Kälbchen standen, wirkte wie aus der Zeit gefallen, wie auf einem alten Gemälde. Der Trubel drumrum in den Restaurants und im Biergarten war für diesen kurzen Moment völlig ausgeblendet. Aber wir fahren bestimmt noch einmal hin und dann nehme ich den Fotoapparat mit. Versprochen.
Den versprochene Post über Sankt Petersburg habe ich nicht vergessen. Aber irgendwie war der Mai etwas chaotisch. Ich habe es einfach nicht geschafft. Es ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Auch versprochen.
Meinen Post verlinke ich noch bei Birgitts Monatscollagensammlung und dann bin ich weg, unterwegs zu den Kindern.
Ich wünsche Euch allen ein wundervolles Pfingstfest. Genießt die Feiertage.
Lieben Gruß
Katala

Freitag, 3. Mai 2019

Monatscollage April

Ratz-batz war er um, der April.


Anfang des Monats waren wir für einige Tage in St. Petersburg. Diese Stadt ist gigantisch. In jeder Beziehung. Doch darüber ein andermal mehr.
Während die russische Ostseeküste noch unter einen dicken Eisschicht lag, das Meer nur weit in der Ferne zu erahnen war, war zu Hause Frühling.
Die Balkonmäuse hatte all meine vorgezogenen Gemüsepflänzchen bis auf den Strunk abgenagt. Der Computer fing sich zwei Tage nach unserer Rückkehr einen Virus ein. Aber ansonsten ließ der Monat nichts zu wünschen übrig.
Ostern verbrachten wir wie immer bei den Kindern. Mein Versuch, einen Osterzopf zu backen, endete kläglich - das Innere hat aber noch geschmeckt. Es war sogar ziemlich lecker.
Und zum Ausklang des Monats haben wir im Schloßtheater Rheinsberg Haydns "Abschiedssinfonie" gehört - ein feines Stück.
Der Computer ist zum Glück nun auch wieder heil und so kann ich - wieder einmal auf den letzten Pfiff - meine Monatscollage noch zu Birgitts Sammlung schicken.
Ich wünsche Euch allen ein feines Wochenende
Lieben Gruß
Katala

Sonntag, 21. April 2019

Donnerstag, 4. April 2019

Monatscollage März

Der März aprilte: Sturm, Regen, Schneetreiben und gelegentlich auch ein bisschen Sonne. Noch nicht das wahre Gartenwetter.


Also erst einmal mehr drinnen gewerkelt. Ein dickes Minibuch gebaut und in der Werkstatt der Kinder ein kleines Bienenhotel, das nun auf seine Gäste wartet. Ich hoffe, es kommen ganz viele.
Gegen Ende des Monats mit der Tochter in deren Garten auch schon mal die Erdbeeren entwintert und dabei drei Eidechsen aus ihrer Winterruhe aufgeschreckt. In meinem Garten habe ich noch nie eine Eidechse entdeckt. Ich würde so gerne auch welche haben.
Dafür habe ich Mäuse auf dem Balkon. Tagsüber kommen zwei, um sich über das Vogelfutter herzumachen. In der Dämmerung ist es dann die ganze Großfamilie. Eine kleine Maus ist besonders frech und spaziert neugierig auf der Fensterbank hin und her. Es stört sie nicht einmal, wenn ich gegen die Scheibe klopfe.
Die schöne grüne Kleisterkarte in der Mitte der Collage hat mir Birgitt geschickt. Nochmals vielen lieben Dank dafür. Zu ihr schicke ich nun meine Monatscollage.
Euch allen einen schönen April
Lieben Gruß
Katala