Mittwoch, 20. April 2016

Cam Underfoot - Nachbars Katze


Nachbars Katze streift oft durch unseren Garten, latscht über die frische Aussaat, fängt aber auch die Mäuse - hoffe ich zumindest. Neulich jedenfalls saß sie ewig an dieser Stelle und beobachtete irgendetwas.
Ich lag auf der Wiese und beobachtete die Katze. Keine Bewegung. Wie zur Statue erstarrt saß sie da. Vorsichtig robbte ich näher.


Ein strafender Blick traf mich, der soviel besagte wie: Bis hier hierhin und nicht weiter.
Okay.


Sie grübelte noch eine Weile darüber nach, warum diese Dosenöffner (Menschen) immer so lästig sind und einem jeden Spaß verderben wollen.


Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Fleckchen Wiese vor sich.

Ich blieb noch eine ganze Weile liegen, in der Hoffnung, dass etwas Spannendes passieren könnte. Aber nichts. Die Katze starrte auf die Wiese. Ich starrte auf die Katze.
Als es mir zu langweilig wurde, habe ich mich wieder meinen Beeten gewidmet. Erst der Regen - etwa eine Stunde später - hat uns beide aus dem Garten vertrieben.
Wie lange kann eine Katze auf eine Fleck starren? Das würde mich wirklich interessieren. Hat einer von Euch das mal beobachtet und dabei auf die Uhr geschaut?

Nun wünsche ich Euch noch einen schönen Tag, eine schöne Restwoche, ein schönes Wochenende und einen guten Start in die kommende Woche. Ich bin die nächste Zeit unterwegs. Es wird also ruhig auf dem Blog sein. Eure Beiträge kann ich auch nicht lesen. Ich hole es aber nach, wenn ich wieder am heimischen Computer bin.
Lieben Gruß
Katala

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CAM UNDERFOOT bei Siglinde

Sonntag, 17. April 2016

Bunt ist die Welt - Holz

Lotta möchte für Ihr Projekt "Bunt ist die Welt" heute von uns Holz sehen.
Holz habe ich. 


Schöne Scheite, von der Abendsonne beschienen.
Wenn die Sonne hinter den Bäumen verschwunden ist, wird angefeuert, denn die Nächte sind noch kalt.


Vorher wollen wir aber noch ein bisschen durchs Astloch schauen.


Oh, ein altes Spinnweb mit Sägemehl daran. Die Spinne ist umgezogen.


Sie wohnt nun dort hinten in den Bäumen. 


Die sieht man jetzt aber nicht mehr - weder die Bäume noch die Spinne -, denn inzwischen ist es dunkel, der Scheit liegt im Feuer und durchs Astloch lodern munter die Flammen.


Euch allen eine gute Nacht
Lieben Gruß
Katala

Freitag, 15. April 2016

Freitagsblumen

Es ist Freitag. Und schon Abend. Ich bin spät dran mit meinen Blumen für Helgas Sammlung. Aber viel Neues habe ich nicht.  In der Küche ist noch alles, wie es vorigen Freitag war.

 

Und die Gänseblümchen, die ich am Dienstag vor dem Rasenmäher gerettet habe, stehen noch immer auf dem Arbeitstisch. Der ist allerdings inzwischen ein wenig geordneter.


Drei Gänseblümchen kamen zu den Damen - für jede Dame eines.


Das winzige Fläschchen mit der Aufschrift "B.W. & Co London" habe ich übrigens auch irgendwann irgendwo gefunden.

Euch noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende
Lieben Gruß
Katala

Mittwoch, 13. April 2016

Cam Underfoot



Wenn die Sonne scheint, kommt die Wäsche in den Garten.


Wenn dann noch ein wenig Wind weht, ist sie eins fix drei trocken.
Den feinen Duft der Wäsche nach frischer Luft und Sonne kann ich leider nicht mit zu Siglinde schicken.

Euch allen einen schönen Tag
Lieben Gruß
Katala 

Dienstag, 12. April 2016

12 von 12 - April 2016

Caro lädt uns heute wieder ein zu den 12 von 12.
Na dann los:


Erst einmal auf den Balkon. Wetter ist bäh.


Die afrikanische Taube sitzt zur Zeit ein bisschen zwischen den winterlichen Beeren. Ich kann mich von ihnen noch nicht trennen.


Dahinter blühen aber schon Stiefmütterchen und Muscari. Die sind leider schon am Verblühen.


Einmal draußen, gleich die Pflanzenvorzucht in Klopapierrollen gießen.  Alles Gemüse. Irgendwann. Hoffentlich


Auf dem Schreibtisch liegen noch immer die Samen dieser wunderschönen Cosmeen. Die wollte ich ja auch noch auf dem Balkon vorziehen. Sollte ich bald mal machen - doch erst noch einen Spaziergang durch Bloghausen.


Dann ist da auch noch die Sache mit der Wäsche. Die gekochten Bastel- und Färbestoffe müssen abgenommen werden.


Ein Teil davon kommt gleich ins Alaunbad. Die nächsten Färbeexperimente stehen an.

Gegen 15.00 Uhr geht's in den Garten...


...doch erst einmal mit dem Kaffee auf die Wiese. Das Gras ist ganz schön gewachsen.


Bevor ich wieder zu Buddeln beginne, noch ein kleiner Rundgang. Es ist zwar immer noch grau, aber so schön. Der Kirschbaum beginnt zu blühen...



...und die ersten beiden Radieschen schauen aus der Erde. Frisches Unkraut auch. Nun ja.


Gegen 17.30 reißt der Himmel auf.


Als der Herr Nachbar anfängt, die Wiese zu mähen, darf ich schnell noch eine Handvoll Gänseblümchen retten. Die Länge ist erst einmal egal. Rasch ins Wasser mit ihnen und fürs Foto auf den Bastel- und Nähtisch. Es fällt gerade so schön das Licht darauf.
Hätte ich auf dem Tisch vorher ein bisschen Ordnung schaffen sollen? Beim nächsten Mal, jetzt muss ich zurück in den Garten.

Ups, schon zwölf Bilder. Na, dann mache ich an dieser Stelle Schluß. Viel ist ja auch nicht mehr passiert, nur dass die alte Frau mal wieder im Garten die Zeit vergaß und dann ganz schön ins Rennen kam. Aber davon gibt es sowieso kein Foto.

Euch allen nun eine gute Nacht. Ich gehe noch ein bisschen schauen, was Ihr heute so getrieben habt.
Lieben Gruß
Katala

Montag, 11. April 2016

Müll

Ich mag ihn nicht, den Müll, der heutzutage überall herumliegt, einfach achtlos fallengelassen oder ganz bewußt in Wälder oder an Wegränder geschmissen wird.
Andererseits jedoch  mag ich Müll, allerdings nur den der vergangenen Zeiten.



All das auf diesem Foto ist Müll. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich habe es von einer alten Deponie.
Als mit der beginnenden Industrialisierung sich der Müll in den Städten zu stapeln anfing, schaffte man ihn ins Umland. Rund um Berlin gibt es etwas 20 solcher alten Deponien. Wo sie sich befinden, war zu Ostzeiten ein gut gehütetes Geheimnis. Nicht von Staats wegen. Ich bin nicht einmal sicher, ob die davon wußten. Es war das Geheimnis derer, die dort die alten Schätze ausgruben und auf  Flohmärkten verkauften. Ich habe mich oft mit diesen Händlern unterhalten und dabei viel über diese Deponien erfahren.
Ich habe inzwischen auch versucht im Internet etwas darüber zu finden. Fehlanzeige. So kann ich mich also nur auf das verlassen, was man mir auf den Flohmärkten erzählte.
Wahrscheinlich wurden diese Deponien nicht länger als bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekippt, denn man findet dort nichts mehr aus späteren Zeiten. Dafür jede Menge Dinge der Jahrundertwende und früher.


Durch Zufall habe ich nach der Wende eine dieser Deponien gefunden und dort selbst einen Sommer lang gegraben.  Es war so spannend wie Schatzsuche. Es war Schatzsuche. Und es war anstrengend, denn der Sommer ist nicht die beste Zeit dafür. Ein ordentlicher Schätzgräber ist im zeitigen Frühjahr unterwegs, bevor alles wieder überwuchert und der Boden noch locker ist. Doch da hatte ich diese alte Müllkippe noch nicht entdeckt.


Viele Wochenenden habe ich dort verbracht, mich durch Unmengen Asche und Schlacke gegraben und tausende Scherben gefunden. Doch ich bin sicher, nicht alles war kaputt, als es in den Müll kam. Vieles ist erst beim Abkippen zerstört worden.
Ein ganz besonderes Highlight war es immer, wenn ein noch intakter Porzellanpuppenkopf zum Vorschein kam. Welches Kind um die Jahrhundertwende wollte schon noch mit so einer zerbrechlichen Puppe spielen, wo es doch inzwischen die viel moderneren Puppen aus Celluloid gab, die zudem auch nicht so empfindlich waren. Wahrscheinlich flogen damals die alten Porzellanpuppen zu Hunderten auf den Müll, denn nur das erklärt die zahllosen Bruchstücke.


Ein Rätsel sind diese kleinen Keramiktöpfe. Man findet sie zu Tausenden. Alle Schatzgräber verkauften sie auf den Flohmärkten, damals das Stück zu zwei Mark. Jedes einzelne handgearbeitet und damit einzigartig. Nur was darinnen war, darüber gingen die Meinungen auseinander. Manche meinten, es seien Salbentöpfe. Glaube ich aber nicht.
Ich fand auch sehr viele. Viele davon angeschlagen, ebenso viele aber auch makellos. In einem war noch ein wenig Inhalt. Ich denke, es war Schuhcreme oder Bohnerwachs. Ich würde zu gerne wissen, ob man sie gefüllt kaufte und dann wegwarf, oder ob man sie sich immer wieder beim Krämer nachfüllen ließ, bis ihre Zeit durch neue, industriell zu fertigender Materialien abgelaufen war, und alle mehr oder weniger auf einmal in den Müll wanderteten, weil  niemand mehr handgearbeitetete Schuhcremetöpfchen brauchte. Genau so wenig wie die Steingutbierflaschen, auf denen oft die Namen der Besitzer eingebrannt waren. Auch davon habe ich viele gesehen, doch leider keine, die noch heil war.
Dafür aber jede Menge alter Glasflaschen - Medizin, Parfüm, Putzmittel und auch Bier.


Die schönen alten gläsernen Bierflaschen waren leider auch meist kaputt, denn je größer etwas ist und dazu noch hohl, desto schneller geht es beim Aufprall der nächsten Mülladung in Scherben. Aber die alten Porzellanverschlüsse, die haben den Sturz meist überlebt.

Ich würde sehr gerne noch einmal zum Graben auf diese alte Deponie fahren, doch als mir einer der Profis erzählte, dass man ihm, während er grub, die Reifen des Autos zerstochen habe, mir aber natürlich nicht verriet, wo das war, hat es mir den Spaß daran verdorben. Denn so mutterseelenallein mitten in der Brandenburger Pampa und ohne Handy möchte ich nicht mit zerstochenen Reifen stehen.

Nun hatte ich diesen Beitrag schon seit längerem für Fraukes SchwarzWeissBlick geplant.
Weil Lotta aber gestern in ihrem Projekt "Bunt ist die Welt" das Thema Müll hatte, verlinke ich den Post auch zu ihr - auch wenn es wohl nicht so ganz der Müll ist, den sie gemeint hatte. Aber Müll ist es auch.

Euch allen einen schönen Resttag
Lieben Gruß
Katala

Samstag, 9. April 2016

Herumtrödeln am See


Es ist Frühling. Überall grünt es und seit gestern sieht man an der frühen Süßkirsche, die immer fast alle die Stare fressen, die ersten weißen Blütenspitzen.
Die Bazillen machen sich langsam aus dem Haus. Der Gatte kann schon wieder in ganzen Sätzen reden, ohne dabei Gefahr zu laufen, an einem Hustenanfall zu ersticken, und wenn die Regel "Drei Tage kommt er, drei Tage steht er, drei Tage geht er" stimmt, dann ist auch mein Schnupfen auf dem Abmarsch.
Die Woche war so schön. Ich war fast jede freie Minute im Garten.
Eine Kaffeepause habe ich an den See verlegt. Bis ich dort war, war der Kaffee zwar zur Hälfte verschüttet, aber was soll's - eine halbe Tasse Kaffee am See ist besser als gar keine.


Der Wind an diesem Tage war eisig . Schön war's trotzdem. Ich habe die kleine Wellen beobachtet und...


...die ständig wechselnden Muster, die Wind und Licht aufs Wasser malten.


Ich habe in die Wolken geschaut und plötzlich sah ich sie, die Kartoffelnasenhexe mit ihrem Elegei.


Sie hat das große Ungeheuer gerufen, das die Sonne verschluckte und den Regen brachte. Es war zwar nur eine kurze Husche, doch bis ich im Haus war, war ich pitschnass.

Am Abend ging ich noch einmal zum See, denn diesen Sonnenuntergang wollte ich mir nicht entgehen lassen. Nun, um genau zu sein: Ich bin gerannt, damit ich es noch schaffe.


Die Enten saßen schon auf den besten Plätzen, überließen mir dann aber doch den Steg.






Sieben Minuten nur hat es gedauert, bis die Sonne hinter den Bäumen verschwunden war.


Doch der See glänzte noch so schön golden und ich mochte noch nicht gehen. Es war so ruhig. Nur die Vögel zwitscherten ihre Abendlieder.


Einer setzte sich direkt vor die Linse. Nur dumm, dass der Zweig im Wege war. Als ich mich bewegte, flog der Vogel davon. Vorbei war's mit lebenden Motiven.


Wie wäre es denn noch mit einem Nagel auf einem der alten Pfähle, an denen früher sicher ein Boot befestigt war? Oder mit diesem anderen komischen Teil? Mal das eine scharf. Mal das andere scharf. Unsinnigkeiten im Abendlicht.


Und dann sah ich eine Bewegung im Wasser. Die Wasserratte lebt also auch noch hier. Man erkennt zwar nicht unbedingt, dass es eine Wasserratte ist, aber ich weiß es, ich kenne sie schon seit Jahren. Irgendwo in der Nähe hat sie ihren Bau.


Dann war es weg, das Gold, und mir war kalt.

Euch allen ein schönes Wochenende
Lieben Gruß
Katala

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Freitag, 8. April 2016

Freitagsblumen

Oh Schreck, schon wieder Freitag und noch keine frischen  Blumen. Also bin ich gestern losgezogen, um mir einen Arm voller Tulpen zu kaufen, denn eigentlich müsste es Freilandtulpen geben. Gab's aber nicht. Auch keine Papageientulpen. Der Blumenladen, der mich vor einem Monat noch mit seinem üppigen Angebot allerfeinster Besonderheiten überrascht hatte, sah aus, als würde die Lieferung noch ausstehen. Gähnenende Leere bei den Schnittblumen. Enttäuscht wollte ich schon wieder gehen, da sah ich sie..


...die ersten Pfingstrosen. Am liebsten hätte ich ja gleich das ganze Bund genommen, ich mag Pfingstrosen doch so sehr, aber nach einer war mein Budget erschöpft.
Aus dem Garten und vom See habe ich mir am Abend  ganz viel Grün mitgebracht. Das mag ich im Frühjahr auch gerne ohne Bunt. Der Arm voller Fiederspiere kam in den Hafergrützentopf....


... und in dem kleinen alten Salbengefäß stehen Gundermann, Giersch und ein paar blühende Gräser, deren Namen ich nicht weiß.
Alles zusammen wanderte für's Foto erst einmal schnell auf den Küchentisch. Ich weiß noch nicht, ob ich es so lasse. Mal sehen. Ich denke später darüber nach. .
Jetzt schicke ich es erst einmal so zu Helgas Freitagsblumensammlung.

Euch allen noch einen schönen Frühlingstag und kommt gut ins Wochenende
Lieben Gruß
Katala

Mittwoch, 6. April 2016

CU aus dem Garten des Grauens

Als ich in meinem Garten des Grauens anfing, das Unkraut/die Wildkräuter auszumerzen, fand ich im feuchten Schatten der hohen Gräser jede Menge Schnecken.


Anfangs habe ich sie auf einen Haufen gelegt, um von diesen vielen schönen, bunten Gehäusen für Siglindes Projekt "Cam Underfoot" ein Foto zu machen, bevor ich sie ins Gebüsch evakuiere.


Doch das Sonnenlicht erweckte sie sehr schnell zum Leben.


Die erste versuchte schon auszubüchsen.


Schnell noch ein allerletztes Foto von ganz weit unten und dann ab ins Gebüsch mit ihnen.

26 Schnecken lagen auf diesem Haufen. Und es waren nicht die einzigen, die ich an diesem Tag aus meinen Beeten sammelte. Bei 52 habe ich dann aufgehört zu zählen.

Euch allen noch einen schönen Tag
Lieben Gruß
Katala