Donnerstag, 18. Februar 2016

Pflanzbare Anhänger - DIY und Giveaway


Pflanzbare Papieranhänger sind etwas Feines - vor allem, da es bald Frühling wird.
Die Idee und etliche Anleitungen dazu habe ich auf  Pinterest gefunden und musste es natürlich sofort ausprobieren.

Und so habe ich es gemacht - ganz ohne Schöpfrahmen und sonstiges professionelles Werkzeug:


Kapitel 9 bis 11 eines uralten Krimis in etwa briefmarkengroße Schnipsel gerissen, getrocknete Herbtblätter zerbröselt, alles mit heißem Wasser übergossen, bis es bedeckt war, 24 Stunden stehen lassen und dann mit einem Pürierstab zermanscht, bis es eine halbflüssige, breiige Masse war, die Pulpe. 

In der Zwischenzeit hatte ich mir mit viel Mühe, Blumendraht und Fliegengitter ein Herz zum Schöpfen gebaut.  Das hätte ich lassen können. Es funktionierte nicht gut.


Da ich im Internet gelesen hatte, dass man auch ohne Rahmen schöpfen kann, habe ich mir  aus Gitterleinen (gibt es preiswert im Baumarkt) neue Formen geschnitten. Damit ließ es sich sehr viel besser arbeiten. Wer zu Hause noch Reste von metallenem Fliegengitter hat, kann auch das nehmen.


Das Schöpfen ist eine recht nasse Angelegenheit. Man braucht viele Handtücher, Wischlappen, ein Nudelholz und natürlich Samen. Und eine flache Schüssel.
Fotos vom Schöpfen habe ich keine. Da waren meine Hände zu nass. Ist aber ganz einfach: Den Rahmen oder das Gitter in die Schüssel mit dem Papierbrei tauchen, warten bis das Dicke wieder nach oben gestiegen ist und dann den Rahmen/das Gitter langsam und gerade herausheben.
Da ich ja ohne Rahmen geschöpft habe und die Pulpe am Rand somit keinen Halt hatte, musste ich immer mal mit einem Löffel die Ränder auffüllen. Schön langsam und vorsichtig. Das geht gut.
Dann das Ganze gut abtropfen lassen und auf ein Tuch legen.  Darunter eine dicke Schicht Handtücher.


1. Samen aufstreuen.
2. Tuch darüber legen und mit viel Druck das Wasser herauspressen. Am Anfang habe ich nicht darauf geachtet, ob die Handtücher noch gut saugfähig sind. Das Wasser konnte nicht ungehindert nach unten weg, weil die Handtücher schon viel zu nass waren. So habe ich das Wasser mitsamt dem Faserbrei hin und her geschoben und es sind  Risse entstanden. Also lieber einmal mehr die Handtücher wechseln.
3. Damit sich das Papier gut löst, habe ich die Fasern, die unter dem Gitter festhingen,  abgerubbelt, bevor ich
4. ganz vorsichtig das Gitter abzog. Das Papier haftet nun fest am Tuch.

Beim ersten Versuch habe ich die Papiere dann so zum Trocknen gelegt.  Dadurch blieben aber die unten liegenden Samen am längsten feucht und begannen vorzuquellen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie, wenn sie danach wieder getrocknet werden, noch keimen.


Also habe ich beim zweiten Versuch alle Anhänger wieder vom Tuch gelöst und mit den Samen nach oben zum Trocknen gelegt.


Beim Trocknen krümmen sich die Papiere in alle Richtungen.  Also zwischen dicken Büchern pressen.

Beim zweiten Versuch habe ich übrigens einige kleine Hagebutten und ein paar getrocknete, noch grüne  Orangenblätter untergemischt in der Hoffnung auf ein paar Farbtupfer. Doch von Rot keine Spur. Nur ein paar grüne Puppse. Aber vielleicht wächst ja nun aus dem einen oder anderen Papier nicht nur Kresse, sondern auch eine Rose.


Ich habe natürlich getestet, ob die Papiere funktionieren. Wie man sieht, klappt es.

Und was mache ich nun mit all den Anhängern? Ein Giveaway.


Wer bis zum 26. Februar 2016 in einem Kommentar unter diesem Post mitteilt, ob er diese Anhänger haben möchte, ist in der Verlosung.






Wer mag, kann den Button gerne mitnehmen.

Euch allen noch einen schönen Tag
Lieben Gruß
Katala

Kommentare:

  1. ...da schmeiße ich mal sofort in den Lostopf, liebe Katala,
    denn die Idee und die Herzen gefallen mir sehr gut...die Arbeit ist mir aber zu aufwändig, das laß ich wohl sein ;-),

    wünsche dir einen guten Tag,
    lieber Gruß Birgitt

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  2. Tolle Makroaufnahmen. Und: so eine wunderschöne Kuchenrolle habe ich noch nie gesehen. sehr schön.
    liebe Grüße
    susa aus Hamburg

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  3. Wow - tolle Idee, ein super Posting.
    Die Blätter - und die Bilder - sind wunderbar geworden. Die Arbeit und die Kleerei schreckt mich aber doch ein wenig. In den Lostopf möchte ich nicht - obwohl es mich sehr reizen würde, aber ich verlose auch nie was - so ist das eben, bei mir bleibt es also beim Gucken.
    Die Teigrolle ist so schön, sie gleicht meinem Erbstück.
    Viel Spaß und Erfolg bei weiteren Basteleien - herzlichst - Monika

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  4. Irgendwie bin ich fasziniert und würde es gerne selber probieren. Auf der anderen Seite klingt es nach einer riesigen Plämperei... Da weiß ich gar nicht ob ich Lust dazu habe. Das einfachste wird es wohl sein sich in den Lostopf zu schmeißen :-) Unfeuter kommt man wohl nicht ran an die neckischen Teilchen :-)

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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    1. Unfeuter??? Eigentlich sollte es einfacher heißen :-)

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  5. Eine ganz wunderbare Idee! Ich springe doch da gern mal rein..in den Lostopf. LG Lotta.

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  6. Eine geniale Idee und ein Mordsaufriss - Respekt!
    Ich sehe, du nutzt deine Zeit als Rentier, um dir Wünsche zu erfüllen - toll!
    Deine Anleitung ist klasse geschrieben, ein 1A Tutorial ;-)

    Ich hab heute noch mehr Hühnersuppe gegessen und die Gosch'n gehalten - ist wieder ein bisschen besser als gestern!

    Und JA, es gibt auf jeden Fall noch mehr vom SchwarzWeissBlick! Ich freu mich, dass du dabei bist! Du kannst übrigens so oft verlinken, wie du magst, auch ältere Posts.

    Hab einen schönen Abend ... liebe Grüße, Frauke

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  7. eine wunderbare anleitung mit so schönen bildern! ich habe auch immer ohne rahmen geschöpft und das ging prima. bisher allerdings immer ohne samen! deshalb freue ich mich, wenn ich so einen schönen anhänger gewinne!
    liebe grüße von mano

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  8. Wow, Du machst ja tolle Sachen! Hab ich noch nie davon gehört. Oh ja, ich hüpfe auch in den Lostopf.
    Ich möchte Dich "Danke" sagen für die Genesungswünsche. Es geht wieder aufwärts. Leider ist nun wieder Susanne krank. Mandelentzündung. Da konnten wir gleich gemeinsam zum Arzt gehen ... es reicht schön langsam hier.
    liebe Grüsse und einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Elisabeth

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