Donnerstag, 29. Oktober 2015

Monatscollage Oktober 2015

Es ist wieder soweit. Der letzte Donnerstag im Monat und Birgit sammelt unsere Collagen.



Anfang des Monats, vor den ersten Frösten, Pilze gesammelt...
durch den Wald spaziert und...
ein paar Äpfel geerntet.
Froilein Kürbiskopf genäht - die Nasengestaltung muss ich noch üben.
Der große See nach der Arbeit - am Anfang des Monats. Jetzt ist es nur noch dunkel, wenn ich heimkomme.
Für die endlich fertige Strickjacke alte, bunte Knöpfe aus den Tiefen der Knopfkisten hervorgekramt - von einer Sorte waren nie genügend vorhanden.
Der große See im Morgenkleid.
Letztes Wochenende beim Ball gewesen - wieder ohne Ballkleid. Das muss sich nun wirklich ändern.
Klein-Otto beim Toben zugeschaut.
An den letzten Sonnenblumen erfreut.

Der November wird noch einmal heftig, aber dann kehrt endlich langsam Ruhe ein.
Euch allen einen schönen Resttag.
Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Von Ziegen und anderen Omas im Schlauchboot

Sicherlich kennt das der/die eine oder andere:
Da kommt ein Kollege/Bekannter/Freund oder wer auch immer und sagt:
"Mensch, weißte was mir XY erzählt hat? Ist ne irre Geschichte. Also, das ist ihm nicht selbst passiert, aber von einem Kumpel der Kumpel und von dessen Großtante ein Kollege - dem ist das passiert..."
Und dann folgt eine Geschichte, wie die von der Oma im Schlauchboot, die während des Polenurlaubs verstarb. Und weil man keinen Stress mit den Behörden haben wollte, hat man die Omaleiche gut im Schlauchboot verschnürt, das Boot auf dem Gepäckträger aufs Auto geschnallt und ist Richtung Heimat gefahren. Dummerdings hat man vor der Grenze noch eine Rast eingelegt und als man wieder zurück zum Auto kam, waren Auto, Schlauchboot und tote Oma geklaut.
All diese Geschichten haben etwas gemeinsam: Den leichten Gruseleffekt. Das Diffamieren von Menschengruppen/Volksgruppen. Das Nähren und Verstärken von Vorurteilen und Ängsten.
Und man wird denjenigen, dem diese Geschichte angeblich passiert ist, niemals treffen. Aber weil XY und XYs Kumpel sonst auch keinen Scheiß erzählen, muss es ja wahr sein.
Etliche dieser Geschichten halten sich über Generationen.
Als ich ein kleines Mädchen war, in den fünfziger Jahren, also mehr als zehn Jahre nach Kriegsende, erzählte man noch davon, wie die Russen im Tierpark die Kamele geschlachtet haben, um sie in die Pfanne zu hauen.
Die Besatzungstruppen sind weg. Aber die Geschichte lebt noch. Ein wenig verändert, der heutigen Zeit angepaßt.
So erzählte letztens der Lehrer für Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (L-E-R) an der Schule meines Enkels in eben jenem Fach, wie  Asylbewerber im Zoo eines Nachbarortes Ziegen geschlachtet hätten.
Nun könnte diese unsägliche Geschichte ja der Aufhänger für eine höchst spannende Unterrichtsstunde sein. Man könnte erklären, wieso der Mensch Angst vor dem Fremden hat, woher dies kommt und wie man diese Angst im Laufe der Geschichte immer wieder genutzt und geschürt hat. Man könnte auch darlegen, dass man in anderen Kulturen andere Traditionen hat und woher diese kommen. Man könnte darüber reflektieren, wie wichtig für den Einzelnen das Leben von althergebrachten Traditionen ist, wie wichtig für die eigene Identität und das Selbstbewußtsein. Man könnte ganz vieles an dieser blöden Geschichte aufhängen. Man könnte natürlich auch- und das vielleicht zuerst - die Schüler beauftragen, den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte zu überprüfen, damit sie lernen, nichts alles unhinterfragt zu glauben. Sie sind dreizehn Jahre alt. Da sollte man soetwas langsam lernen - vor allem in einer LuBK.
Aber was macht dieser Lehrer? Er erzählt diese Geschichte kurz vor dem Klingeln, grinst dazu und geht.
Wo hat dieser Mensch sein Gehirn geparkt, wenn er unterrichtet?
Wo haben all die anderen Menschen, die tagtäglich diese und alle anderen Geschichten über die Untaten der Asylbewerber erzählen und  anhören und glauben, ihr Gehirn geparkt?
Ich bin ja gerne bereit, Toleranz zu üben - auch denen gegenüber, die nicht so denken wie ich. Ich kann 'ne Menge erklären, nicht entschuldigen, aber erklären. Aber alles hat seine Grenzen.
Meine Toleranz ist erschöpft.
Die grenzenlose Dummheit und Denkfaulheit der Menschen macht mich krank.
Ich möchte nur noch schreien.
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!

Samstag, 17. Oktober 2015

Urlaubshimmel

Seit Tagen regnet es. Der Himmel ist eine einzige graue Masse. Ich wünsche mir ein bisschen Sonne. Habe in den Fotos gekramt, in den Urlaubsfotos. Da war noch ein Sonnenuntergang. So schön. Genau das Richtige für die Himmelsammlung der Raumfee.






Euch allen ein schönes Wochenende.
Lieben Gruß
Katala

Dienstag, 13. Oktober 2015

Nadelkissentausch

Was für eine schöne Idee: Ein Nadelkissentausch.


Als ich bei Mila davon las, war klar, dass ich  mitmachen werde. Solche Aktionen finde ich toll. Etwas Selbstgemachtes von Bloggerinnen für Bloggerinnen. Bisher habe ich all diese Aktionen verpasst. Und darum mein Dank an Lotta für den Tip.


In den letzten Wochen habe ich mich hier ziemlich rar gemacht. Viel Stress im Job - der Herbst ist immer hektisch. Dazu eine Erkältung, die einfach nicht weichen will, und keine Zeit, mich ins Bett zu legen. Also bleiben nur die Abende und die Wochenenden zum Auskurieren . Und das bedeutetauch: Kein Computer. Kein Besuch in Bloghausen. Konsequente Web-Abstinenz. Denn wenn ich erst einmal an dieser unsäglichen Maschine sitze, dann wird es ganz schnell nach Mitternacht.

Aber ein bisschen im Sessel sitzen und an einem Nadelkissen werkeln - das geht.


Und wie unschwer auf dem Foto zu erkennen ist, ist die Sessellehne dann mein Nadelkissen. Ich sitze gern in diesem Sessel und nähe vor mich hin. Von Hand. Nebenher läuft ein Hörbuch oder dudelt der Fernseher oder wir unterhalten uns und keine Maschine macht störende Geräusche.
Allerdings nähe ich vor allem auch deshalb gerne von Hand, weil man seine Näharbeit dann überall mit hinnehmen kann. Auch auf den Hof oder in den Garten oder an den Fluß oder wohin auch immer. Und dort fehlt's dann am Sessel.

Ich besitze zwar ein kleines Nadelkissen...


 ...doch das bleibt bei der Nähmaschine. Für Außeneinsätze ist es nicht sonderlich tauglich.

Ideal für mich wäre ein robustes Nadelkissen, das ich mit mir herumschleppen kann und das auch einen Aufenthalt auf der Wiese überlebt. Es darf ruhig aus den letzten Lumpen gemacht sein - ich mag alte Stoffe mit all ihren Fehlern und Macken.

Nun bin ich gespannt und aufgeregt. Aufgeregt auch deshalb, weil ich ja auch ein Nadelkissen für eine andere Bloggerin machen werde und hoffe, ihren Geschmack zu treffen. Ich habe zwar schon die eine oder andere Idee, aber noch habe ich keinen Plan..

Nun, ich werde jetzt erst einmal zur Arbeit fahren. Wenn ich so durch die Landschaft tuckele, hat das Gehirn genügend Zeit zum Denken.
Euch allen einen schönen Tag und einen lieben Gruß von der vergrippten
Katala