Samstag, 21. November 2015

Wie das Nadelkissen entstand

Es tut mir leid, dass ich es erst heute schaffe, darüber zu berichten, wie das Nadelkissen für meine Tauschpartnerin Marta bzw. Sew.eryna entstand. Doch da ich in holder Einfalt brav meinen Namen unter die Karte setzte und Marta also von Anfang an wußte, wer ihre Tauschpartnerin war, ist mein schlechtes Gewissen nicht überdimesional.

Also, das Nadelkissen. Erst einmal den Steckbrief gelesen und im Blog geschnökert. Nun gut. Die Farben waren klar und all zu verspielt sollte es auch nicht sein. Kein Schnippes. Keine Blümchen. Klare Linien. Okay.


Zwei Entwürfe gekrakelt. Variante 1 sollte ein zylindrisches Kissen werden. Aber wie bitte berechnet man Radius, Durchmesser und Umfang? Schon sehr lange her, dass ich das wußte. Google sei Dank fand ich's wieder heraus.
Dann Stoffe zusammengesucht. Doch nirgends fand sich etwas Petrolfarbenes.
Aber hatte sich nicht eine Kollegin ein Kleid in eben dieser Farbe genäht? Sie hatte und sie hatte auch noch Stoffreste, die sie mir schenkte. Es konnte also losgehen mit dem Nähen.


Was auf der Fläche noch einigermaßen Sinn machte, war dreidimensional nur noch Murks. Dass das eine Landschaft mit Sonne sein sollte, war nicht einmal mehr zu erahnen. Da half dann auch der viel zu grelle Mond nicht mehr.


Also Übergang zu Variante 2.


Nun hatte Marta ja einen ganz konkreten Wunsch geäußert: ein Nadelkissen für das Handgelenk. Und das war für mich die Herausforderung überhaupt. Wie kommt das Kissen an den Arm?
Marta hatte in ihrem Steckbrief geschrieben, dass sie schmale Handgelenke hat. Doch wie schmal ist schmal? Ein Armband mit Knopf fiel also aus. Nun gut, Marta hätte den Knopf versetzen können. Aber ein einsatzfertiges Nadelkissen war mir schon wichtig.
Die im Internet am häufigsten zu findende Lösung mag ich nicht sonderlich: Gummizug. Außerdem wäre auch damit die Passgenauigkeit nicht sicher gewesen.
Was also tun?


Dann fiel mir ein, wie der E-Sohn einmal mit einem Klatscharmband herumgespielt hatte, das sich jedesmal fest um Handgelenk, Oberarm oder was auch immer schmiegte.
So habe ich also ein Klatscharmband eingenäht. Damit es nicht drückt, habe ich noch ein bisschen Polsterung untergesteppt.


Und fertig war das Nadelkissen fürs Handgelenk.
Marta gefällt es. Das freut mich wirklich sehr. Ich war mir nämlich die ganze Zeit nicht sicher, ob sie es mögen wird, dieses kleine, schiefe Haus.

Die Aktion war toll. Es hat mir riesigen Spaß gemacht, sowohl ein Nadelkissen zu nähen als - natürlich - auch eines geschenkt zu bekommen.  Und darum mein ganz großer Dank auch an Mila für die Idee und die Organisation.
Für alle, die es interessiert: Hier findet Ihr alle Nadelkissen und deren Entstehungsgeschichten. Es sind lauter wunderschöne Werkeleien.

Euch allen noch ein schönes Restwochenende. Ich fahre jetzt Gänse hüten.
Lieben Gruß
Katala

Kommentare:

  1. Das Häuschen finde ich ganz allerliebst. Vor allem diese wehende Gardine hat es mir angetan. Spannend finde ich aber auch, einen winzig kleinen Einblick in den Schaffensprozess gewinnen zu können. Erst das eine ausprobiert, dann verworfen und dann dieses Märchenhaus gebastelt. Einfach toll. LG mila (viel Spaß beim Gänsehüten!)

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  2. Das ist schon ein außergewöhnliches, persönliches Nadelkissen.
    Ich finde es wirklich super schön!
    Was den Samstagsplausch angeht, du bist herzlich willkommen. Aber mach dir keinen Druck.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Eine ganz zauberhafte Idee und die Ausführung gefällt mir gut. Aber, wie näht man diese Armbänder?
    So ein Nadelkissen ist etwas ganz Besonderes und es hat niemand sonst genau so!
    Danke fürs Zeigen, ich mag es, wenn Prozesse deutlich gemacht werden, eben weil man es auch selbst so machen könnte!
    Liebe Grüße!
    Gabrielle

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  4. Das ist wirklich ein tolles kleines Meisterwerk geworden - und gerade das individuelle am Häuschen macht es so charmant! Toll.
    LG. Susanne

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  5. Was für eine wunderbare Idee! Ich bin begeistert! Liebe Grüße, Lotta.

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  6. Mir hat es nicht nur Spaß gemacht, selbst beim Nadeltausch mitzumachen, sondern auch zu sehen, was die anderen sich bei ihren Werken gedacht haben. Deine Idee mit dem Klatscharmfand finde ich genial, auch das darauf genäht Häuschen ist wunderbar.
    Liebe Grüße
    Carmen

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  7. Super !!! Gefällt mir sehr, dein Nadelkissen, liebe Katala !!! Die Gardine ist ja herzallerliebst :-)
    Ganz herzliche Grüsse und einen entspannten Sonntagabend, helga

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  8. Nochmals aller allerliebsten Dank :) Ich habe das Nadelkissen sogar am Wochenende einweihen können! :)
    Es ist total spannend den Entstehungsprozess dieses Exemplars zu sehen und wie viele Gedanken du dir zu meinen Wünschen gemacht hast. Einfach toll!


    Liebste Grüße
    Sew.eryna

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