Samstag, 8. November 2014

Abwärts in den Himmel

Manchmal, wenn es ganz windstill und die Wasseroberfläche blank wie ein Spiegel ist, dann scheint es, als könne man in den Himmel stürzen...


...oder über die Leiter hinabsteigen in die Wolken.

Letzten Sonntag war ich seit langem wieder einmal am See. Und obwohl das Wasser nicht ganz spiegelblank war, hatte ich doch auch dieses Mal das Gefühl, dass ich tausende Meter hinabstürzen würde, wenn ich vom Steg falle. Die Wasseroberfläche schien verschwunden. Nur noch Tiefe unter mir. Ich stand an einem Abgrund.
Kennt jemand dieses Phänomen?
Ich habe es diesen Sommer zum ersten Mal wahrgenommen. Bisher hatte ich immer nur das Wasser gesehen, egal, was sich darin spieglte. Doch plötzlich war es weg. Das Hirn weigerte sich, das Offensichtliche anzuerkennen, und meldete "Panik! Ein Abgrund!" So oft ich auch hinsah - da war nur Himmel unter mir und ganz tief unten die Wolken.
Keine Ahnung, ob es eines bestimmten Winkels bedarf oder wie soetwas zustande kommt. Kann mir das jemand erklären?
Natürlich weiß ich, dass unter mir nur Wasser ist. Aber faszinierend ist es doch, wenn das, was man weiß, plötzlich nicht mehr sichtbar ist, und das, was man sieht, überhaupt nicht stimmt.
Merkwürdig, so ein Gehirn.


Aber eigentlich war ich ja zum See gegangen, um für Katjas allsamstägliche Himmelssammlung  ein Foto zu machen.
 


Also habe ich mich auf dem Steg gesetzt und zugeschaut, wie die Sonne untergeht...


..und geknipst...


 ...und geknipst... 


..und geknipst.

Euch allen einen schönen Restabend und einen sonnigen Sonntag.
Lieben Gruß
Katala

Noch einmal eine Gartenrose

Ja, ich bin wieder einmal spät dran. Eigentlich ist es ja schon Samstag. Aber ich habe mich verspielt, mit den Fotos von heute, die ich Euch aber noch nicht zeigen kann, da ich damit immer noch nicht fertig bin.


So gibt es heute nur auf die Schnelle meine letzte Gartenrose. Ich habe sie schon am Sonntag gepflückt, aber sie ist noch immer schön. Ich schenke sie Euch.


Ich habe im Moment recht wenig Zeit, Euch zu besuchen und das wird auch die nächsten vierzehn Tage noch so bleiben, denn Job geht vor Blog.
Es ist nicht so, dass ich mich darüber beklage. Ich mag diese Tage voller Hektik, übervoller To-Do-Listen und ohne regulären Feierabend. Ich brauche ein bisschen Stress, sonst wird mein Hirn nicht wach. Jetzt denke aber niemand, ich sei ein Workoholic. Ich kann auch genauso hemmungslos faul sein, über Tage und Wochen, mit Hirn auf Standby nur das Nötigste erledigen. Ich brauche diesen Wechsel zwischen Ruhe und Anspannung. Jedes Gleichmaß bringt mich um, macht mich übellaunig und gnatzig. 
Und wie ist das bei Euch?

Meine, nun Eure Rose schicke ich jetzt noch zu Helga und all den anderen Blumen und dann gehe ich ins Bett. An den Fotos bastele ich morgen weiter.

Träumt was Schönes und habt einen guten Start ins Wochenende.
Lieben Gruß
Katala

Samstag, 1. November 2014

Am Morgen vor dem Ball...

...war es nebelig.


Die Sonne mühte sich redlich, doch sie hat es nicht geschafft.
Es regnete, als am Abend alle in ihren wunderschönen Gewändern in den Ballsaal eilten. Und dort war es leider viel zu dunkel zum Fotografieren.
Aber der Ball war toll. Das ganze Wochenende war toll. Auch wenn ich hinterher Muskelkater an Stellen hatte, von denen ich nicht einmal wusste, dass es dort auch Muskeln gibt.
Nächste Jahr muss ich besser in Form sein. Und ich muss endlich ein Ballkleid haben. Dann scheint vielleicht auch die Sonne und ich kann ganz viele Bilder mitbringen - und extra  für die Sammlung der Raumfee  einen blauen, mit ein paar hübschen kleinen Wölkchen verzierten Herbsthimmel. Heute schicke ich den Nebelhimmel zu ihr.

Habt alle einen schönen Sonntag.
Lieben Gruß
Katala

Freitagsblumen und ein gemeiner Diebstahl

Schon wieder ist eine Woche um und ich hatte keine Zeit für das Leben 2.0. Ich weiß, letzte Woche habe ich noch große Töne gespuckt, dass ich Euch besuchen werde, und dann habe ich es doch nicht geschafft. Es bleibt auch noch eine Weile so. Es gibt viel zu tun im Moment. "Lassen wir es liegen", geht leider nicht. Tut mir leid. Spätestens im Dezember wird es wieder besser.

Aber wenigstens ein paar Blümchen habe ich mir aus dem Garten geholt.


Ich mag Cosmeen. Sie haben so etwas Altmodisches. Bei meiner Großmutter standen sie den ganzen Sommer über überall im Haus. Der Garten war voll von ihnen.


Ich wollte auch mal wieder welche haben. Mitte Mai habe ich sie ausgesät. Ganz brav sind die Samen aufgegangen und dann wuchsen sie. Sie wuchsen im Juni. Sie wuchsen im Juli. Sie wuchsen auch im August. Selbst im September wuchsen sie noch weiter.
Erst Anfang Oktober gingen die ersten Blüten auf. Wenn ich sie schneiden will, muss ich mich auf Zehenspitzen stellen. Über zwei Meter sind die Pflanzen hoch geworden. Das ist doch nicht normal.


Aber schön sind sie. So schön. Und ganz üppig blühen sie jetzt. Und wenn es noch eine Weile frostfrei bleibt, kann ich mir noch ganz viele schneiden. Sie passen zwar nicht so richtig zur Herbstdeko. Aber was soll's.


Apropos Herbstdeko. In der Küche hatte ich ja Quitten. Die habe ich jedoch mit ins Altenteil geschleppt, in der Hoffnung auf Quittengelee unterm Weihnachtsbaum. (Hallo, Kind, liest Du das?)
Eine neue Deko musste her. In einem Blog, leider weiß ich nicht mehr in welchem, hatte ich eine äußerst praktische Idee mit einem Tablett gefunden: Alles drauf und wenn die Deko stört, kann alles mit einem Handgriff zur Seite geräumt werden.


Aus Urzeiten hatte ich in einer Weihnachtskiste noch ein schön schmales Holztablett. So etwas werfe ich zum Glück nicht weg.

Wisst Ihr was Kram ist?
Kram ist Zeug, dass man jahrelang aufhebt, um es wenige Tage, bevor man es gebraucht hätte, wegzuschmeißen.
Dieser Spruch ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Der stand auf einem Kalenderblatt. Und das hat man mir mal geschenkt hat. Ich verstehe gar nicht, wieso eigentlich.  Bei mir gibt es keinen Kram. Nur Dinge, die auf ihren nächsten Einsatz warten.  

Eben wie dieses Tablett, ehemals rot, nun weiß und gefüllt mit all den Schätzen aus einem fremden Garten, etwas Moos, ein paar Kürbissen und einem Granatapfel.


So viele Maroni. Was man damit alles machen kann, wenn sie als Herbstdeko ausgedient haben. Was habe ich mich darauf gefreut.

Ich hatte sie ein paar Tage nicht im Blick. Der Gute Gatte hatte die Speisekammer ausgeräumt, um sie zur Küche hin abzudichten und neu zu streichen. Und alles, was man in so einer Kammer an Flaschen, Gläsern, Büchsen hat, wurde auf dem Küchentisch zwischengelagert, immer um die Deko drumherum. Dann fing sich der Mann eine Verkühlung ein und die Sachen blieben erst einmal stehen. Als die Speisekammer nun heute fertig und der Küchentisch wieder frei wurde, traute ich meinen Augen nicht.


Wo sind all meine Maroni??? Wer treibt in meiner Küche sein Unwesen, feiert fröhliche Feste mit MEINEN Kastanien?
Morgen kaufen wir Mausefallen. Ganz viele. In jede Ecke kommt eine. Oder besser gleich zwei.

Meine Cosmeen schicke ich jetzt zu Helgas Freitagsblumensammlung und dann gehe ich die Maroni zählen. Ich bin gespannt, ob morgen wieder welche fehlen.

Habt alle einen guten Start ins Wochenende
Lieben Gruß
Katala

P.S.: Ich hätte die Kastanien nicht zählen müssen - als ich heute früh in die Küche kam, waren alle 38 verschwunden und die Hälfte der Haselnüsse auch.

Wir haben die ganze Wohnung abgesucht. Nirgends eine Spur. Nirgends ein Loch. Alle Tüen und Fenster zu. Keine noch so kleine Ritze, durch die - wer auch immer - ein- und ausgehen könnte.
Wer ist hier körperlos als Dieb unterwegs?
Gruselig!