Mittwoch, 1. Oktober 2014

Wie ich das Glück fand

Alles in allem bin ich ein recht zufriedener Mensch. Das heißt nun nicht, dass ich jede Sekunde meines Lebens vor Glück nur so jubele. Aber ich hatte auch nie das Gefühl, dass ich sonderlich unglücklich sei.

Glück war für mich das, was man mal hat und was man mal nicht hat und über das man nicht weiter nachdenkt, bis ich auf einen Artikel über verschiedene Glücksdefinitionen im Verlaufe der menschlichen Geschichte stieß. Per Zufall. Wie das eben manchmal so geht. Ich suchte das eine, fand etwas anderes und von da ging's dann weiter und weiter und irgendwie landete ich beim Glück. Nun ja, ein ganz interessantes Thema. Damit sollte man sich einmal etwas näher befassen, dachte ich so bei mir. - und damit war es auch schon wieder vergessen.
Erst einmal.
Doch wie das so ist: Erst gibt es gar keine Schwangeren auf der Welt und ist man dann selbst schwanger, sieht man sie überall.

So erging's mir mit dem Glück.
Na upps.


Ich hatte doch wirklich keine Ahnung, dass seit etwa zehn Jahren das Glück eines der gehyptesten Themen ist  und der Buchmarkt überquillt von Literatur.

Stichwort Glück bei Amazon: über 30.000 Treffer.
Gut, da sind auch Dopplungen, verschiedene Auflagen etc. dabei. Aber trotzdem...
Sind wir denn alle so unglücklich, dass wir ohne Ratgeber zum Glücklichsein nicht mehr auskommen?
Habe ich irgendetwas verpaßt?
Bin ich inzwischen vielleicht sogar verpflichtet, glücklich zu sein, egal wie beschissen es mir geht?

Klar, geht es einem lieber gut als schlecht. Aber muss man deswegen immer gleich glücklich sein?
Verlange wir da nicht ein wenig viel?


Hilf mir doch mal einer.

Lieben Gruß
Katala

Kommentare:

  1. Puh, das ist ein schwieriges Thema! Ich halte mich auch für glücklich. So ganz normal und wie es halt so ist. Mancher hat vielleicht mehr Glück gehabt, wenn man das denn so sieht. Da spielt der Neid, wie ich ihn letztens ja auch schon mal erwähnte, wieder eine Rolle. Wenn ich ganz normal glücklich bin, aber das Glück nicht sehe, sondern nur das des anderen, dann kaufe ich mir vielleicht ein Buch darüber, wie ich das ganz große Glück bekommen kann. Manchen macht das bestimmt glücklich...! Vielleicht macht er das sogar fast 30.000 Mal und kapiert gar nicht, daß das Glück gar nicht zu finden ist. Vielleicht muss das Glück einen finden???
    Das waren nun so meine Gedanken. Die machen Dich bestimmt nun nicht glücklicher, mich auch nicht. Ich fahre meinen Buben jetzt zum Schwimmbad. Er hat Glück und trifft sich dort mit zwei Mitschülern. Er freut sich. Was ein Glück!
    Ich sammele lieber die kleinen Glücks, statt die großen. Die sind wohl leichter zu finden... mit etwas Glück ;o)
    Glücklicherweise endet nun mein Kommentar. Sonst wirfst Du mich noch von der Leserliste und dann wäre ich unglücklich...!
    Liebe Grüße schickt Dir die Elke

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  2. Ich glaube der Punkt ist, liebe Katala, dass wir heutzutage ein wenig verlernt haben, Glück zu empfinden...Wir sind unentwegt nur damit beschäftigt zu klagen, wie schlecht es uns geht und wieviel größer doch das Glück des anderen ist...Ich habe einen Beruf mit sehr viel Menschenkontakt...ich weiß, wovon ich rede...Dieses ganze Gejammer hängt mir wirklich zum Halse raus...Ich freue mich, wenn du so wenig Probleme hast, Glück zu empfinden...so sollte es eigentlich sein...LG Lotta.

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  3. Also ich sah das Glück auch schon vor lauter Ratgebern gar nicht mehr und hab mir dann mal zur Abwechslung "Unglücklich sein - Eine Ermutigung" von Wilhelm Schmid gekauft. Eigentlich mag ich überhaupt keine Ratgeberbücher, aber mein Oppositions-Gen ließ mich nicht in Ruhe.
    Glück unterliegt wohl auch starken Veränderung im Laufe des Lebens.
    Das Glück - im Sinne von Zufriedenheit - ist bei mir eingekehrt, als ich feststellte, dass mein Leben schön ist, dass ich das verwirkliche, was ich wirklich will und das ist nämlich gar nicht viel. Aber das machen natürlich auch die äußeren Lebensumstände, tritt ein echtes Unglück ein, kann es schnell wieder vorbei sein mit dem Glück. Und ja - ich gebe Lotta recht - wir haben bisweilen eine echte Jammerkultur.
    Liebe Grüße

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  4. Glück, ein Wort und unendlich viele Interpretationen.
    Innerlich ausgeglichen zu sein und nichts anderes zu verlangen, als man hat;mit den gegebenen Verhältnissen, Leistungen einverstanden zu sein, nichts auszusetzen zu haben - bedeutet laut Wikipedia Zufriedenheit. Ja, zufrieden möchte ich sein. Mit mir selber und mit meinem Leben. Das reicht.
    Liebe Katala, ich wünsche Dir einen schönen Abend,
    Frida

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  5. Hallo Katala,
    Glücklich beschreibt einen schönen Zustand. Ist man nicht glücklich, nimmt der Gegenüber automatisch an, dass man unglücklich ist und das ist wahrscheinlich das Problem. Man kann ja auch so bißchen dazwischen sein, oder? Und dann ist das auch gut. Vielleicht wollen wir einfach nur immer Glücklich sein und verlangen das von anderen ohne darüber nachzudenken.
    Jetzt ist es spät aber ich werde noch etwas darüber nachdenken.Bin ich glücklich? Bin ich unglücklich? Keines von Beiden, es pass halt! Aber unheimlich müde, deshalb liebe Grüße zu Dir
    Manu

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  6. Liebe Katala.. wie hat Herr Fontane so schön mal gesagt? "So muss man leben! Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt." Und genau so halte ich es, ich erfreue mich an den kleinen Dingen des Lebens und manchmal jammere ich auch.. aber da hilft eines wirklich gut: Ab in den Wald und tief ein- und ausatmen oder ein leichtes Schwätzchen mit einer lieben Freundin oder eine Tasse Kaffee im draussen im Hof.. es gibt viele Möglichkeiten, das Glück beim Schopf zu packen.. solange man gesund und alles friedlich ist.. Liebe Grüße "aus der Nachbarschaft", Nicole

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  7. Ich glaube, es lohnt sich nicht das Glück zu suchen. Es kommt schon zu dir wenn du "dran" bist. Obwohl, manchmal muss man auch einfach "abspringen" und darauf vertrauen, dass das Glück einen findet. Das Einzige was dich nicht weiter bringt, ist Selbsmitleid.

    In diesem Sinne, wünsche ich dir ein glückliches Wochenende.
    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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  8. Liebe Katala,
    ich halte es immer mit Simone de Beauvoir "Glück ist die Zeit der Verwirklichung"!
    Hab's fein
    Elisabeth

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  9. Liebe Katala,
    erstmal Danke für das Vorbeischauen auf meiner Seite! Ja, ich stehe noch in den Startlöchern und muß da auch noch verharren, denn diverse Probleme,auch gesundheitliche halten mich auf! Deshalb bin ich aber nicht unglücklich, ich bin ja schon 64 Jahre alt und weiß, es wird wieder besser! Das ist halt das Leben und Glück kann man eh nur in kleinen Dosen geniessen. Mir gefällt sehr, was Du so darüber schreibst und auch Dein Blog!
    Viele liebe Grüße!
    Gardiana

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