Sonntag, 19. Oktober 2014

In einem fremden Garten

Letzte Woche war's ja ein wenig stressig bei mir. Doch alles hat auch sein Gutes.
Wenn man nämlich einen Tag mal nicht wie festgenagelt an seinem Computer sitzt, sondern in einem Haus mit einem wunderschönen alten Garten, dann ist jede Pause eine kleine Auszeit.
Und wenn man es sogar geschafft hat, zu nachtschlafener Zeit an die Kamera zu denken, dann ist eine Bilderflut vorprogrammiert.


Also, geschätzte Leserinnen und Leser, die erste Pause beginnt. Auf in den Garten. Es ist noch früh und die Wiese ist noch feucht.



Die letzten Früchte, so man sie noch essen kann, sind süß. Alles, was hier wächst gehört allen. Jeder, der möchte, darf ernten. Und hier gibt es viel Obst, eine richtige alte Streuobstwiese mit Äpfeln, Kirschen, Birnen, Pflaumen...


Diese beiden hat man leider vergessen. Nun faulen sie gemeinsam ab. Eine hält die andere - bis dass der Tod sie scheide.

Und, wie schon angekündigt: Wenn sie erst einmal losgelassen ist, dann knippst sie, was das Zeug hält; die, wo da ich bin.  Aber jetzt hält sie den Mund. Kommt sowieso gerade nur Murks raus.










Leider ist die erste Pause nun vorbei. Ein letzter Blick zurück und weiterarbeiten.


Aber es gibt ja noch eine Pause. Inzwischen scheint auch die Sonne und es ist angenehm warm. Die Jacken können im Haus bleiben.


Viel Zeit zum Fotografieren habe ich in dieser Pause nicht. Ich darf nämlich sammeln. Äpfel und Maroni und Haselnüsse. Was für eine reiche Ernte.
Während ich mich ganz den Haselnüsse widme, überlasse ich die Kamera meiner Kollegin.
Haselnüssesammeln ist ein wunderbares Löschprogramm fürs Gehirn. Hier noch eine Nuss und dort noch eine Nuss. Und ach, da ist ja auch noch eine - kein Platz für Stress. Die Welt ist nur noch Haselnuss.


Ach, ist der Herbst schön.

Na huch, wo sind denn alle. Jetzt aber schnell.


Als ich zum Haus zurückeile, kommt mir doch ein Fasan entgegen.
Das Foto musste noch sein, auch wenn sich der Vogel lauthals darüber beschwerte. Persönlichkeitsrechte. Datenschutz. Das Recht am eigenen Bild...  Und was er so alles noch gögökte.
Also, lieber Fasan. Ich habe ja nur das Gestrüpp fotografiert und das ist öffentlicher Raum. Da gilt die Panoramafreiheit. Du bist hier nur die Nebensache. Und außerdem bist du sowieso ein bisschen unscharf. Leider.




Das war ein schöner Arbeitstag. So reich beschenkt - und nicht nur mit Äpfeln und Nüssen.
Da macht's auch nichts, dass man im Dunkeln das Haus verläßt und auch erst im Dunkeln wieder heimkehrt. So hält man das gut aus.

Habt alle einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Lieben Gruß
Katala

Kommentare:

  1. ...wo warst du denn, liebe Katala,
    das klingt ein bisschen nach Paradies -wo alles allen gehört? ...jedenfalls hast du schöne Herbstbilder mitgebracht,

    lieber Gruß Birgitt

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  2. So eine Pause ließe ich mir auch gern gefallen...bei dem Wetter...;-) LG Lotta.

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  3. Ja wirklich, es schein ein Rest vom Garten Eden.
    Traumhaft und so groß. Dass dir der Fasan noch ins Bild stolziert ist - klasse. War für uns auch eine schöne Pause. Liebe Grüße

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  4. Liebe Katala, sowohl Dein Text als auch Deine Fotos machen mich lächelnd.. hach.. wie herrlich.. all' diese wunderbaren Schätze der Natur.. so fein in Szene gesetzt.. die armen Zwetschgen.. so traurig in ihrer letzten Umarmung.. snief! Ob Herr Fasan gerade seine Angetraute sucht? Sie konnte sein Gemecker bestimmt auch nicht mehr hören.. lach!! Herzlichst, Nicole

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  5. Liebe Katala,
    nein, Stress spürt man bei Deinen herrlichen Bildern wirklich nicht...! Aber was arbeitest denn Du, wo man so schöne Pausen machen kann???
    Und witzig, wie toll ich Deine beiden Dörrpflaumen finde, denn am Baum hier zu Hause, finde ich sie nur eklig...! Manchmal muss man einfach den Blickwinkel ändern ;o)
    Eine schöne neue Woche für Dich, wünscht die Elke

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  6. Hallo liebe Katala,

    wunderschöne Herbstbilder!

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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  7. Liebe Katala,
    in diesem Garten würde ich auch gerne Pausen machen, ganz viele und ganz lange. Ernten und Sammeln ist so wunderbar, als bekäme man ganz viele kleine Geschenke...
    Alles Liebe
    Sarah

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  8. Hallo Katala,
    wow sind das stimmungsvolle Herbstfotos, die gefallen mir richtig gut. Heute war es noch ganz warm bei uns, aber den ganzen Tag schon Wolken und seltsames Licht. Gegen Abend kamen dann so schöne Windböen, wie ich sie am Herbst liebe. Nun heult der Sturm ums Haus und der Regen peitscht ans Fenster - richtig ungemütlich. Die Herbstastern sind vom Hocker (geschützt) geflogen, den Zinkeimer habe ich auf die Schnelle gar nicht mehr gefunden. Nun habe ich denke ich alles in Sicherheit gebracht und warte mal ab was der Sturm noch so bringt. Ob es morgen wirklich den ersten Schnee gibt? Ich kann das noch gar nicht so glauben.
    Liebe Grüße
    Manu, die nachher im Bett denn Bäumen zuhört. Die Unwetterwarnung besteht bis Donnerstag!

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