Freitag, 3. Oktober 2014

Feiertagsblumen und ein Wunder

Nein, stimmt nicht. Die Blumen sind nicht von heute. Sie sind von letztem Samstag. Aber ich hoffe, diese kleine Schummelei lasst Ihr mir durchgehen.


Auf dem Weg ins Altenteil gab's am Straßenrand wieder Dahlien. Und Kürbisse gab es auch. Ich konnte nicht daran vorbei.


Ich brauchte dringend ein bisschen Herbst in der Kammer.


Aber das Wetter war so schön. So schön wie heute. Wir waren bis spät abends draußen, haben den Herbst lieber dort genossen.


Und wir haben ein Wunder erlebt, ein Wunder der Natur.

Kurz nach Neun sind wir losgefahren. Ein paar Dörfer weiter an ein endlos großes Feld.  Wir haben die Autos abgestellt, alle Lichter ausgemacht und gewartet.


Es war nicht das Feld auf dem Foto und es war ja auch viel später, aber so etwa muss es dort ausgesehen haben. Weit hinten war der Wald. Erkennen konnte man nichts. Die Nacht war pechschwarz. Der Himmel war zwar sternenklar, Milliarden  Lichter, aber trotzdem konnte man nicht mehr als die Horizontlinie sehen.
Da standen wir also und warteten. Erst passierte gar nichts. Nur ein paar Hunde bellten in der Ferne. Doch dann hörten wir es. Das Röhren der Hirsche. Erst einer und dann setzten die anderen ein.
Jedes Jahr Ende September/Anfang Oktober treffen sich alle Hirsche der Umgebung in diesem Wald zur Brunft. Und das, soweit die Alten zurückdenken können. Viele Kilometer legen manche Hirsche zurück. Immer wieder, Jahr für Jahr ziehen sie in diesen Wald und kämpfen darum, sich fortpflanzen zu dürfen.


Habt Ihr schon einmal das Röhren eines Hirsches gehört?



Nun stellt Euch vor, dass nicht nur ein Hirsch röhrt, sondern mehrere. Ich sage Euch, es ist gigantisch. Die Nacht ist erfüllt von diesen Lauten. Von überall hallt es wider. Es ist, als sei man darin eingehüllt.
Wir standen und lauschten und hatten alle gleichermaßen ein seliges Lächeln im Gesicht. Auch die Kinder.

Und das wünsche ich Euch auch: ein kleines seliges Lächeln und einen wundervollen Feiertag.

Ich mache mich jetzt auf ins Altenteil. Die Sonne scheint. Ich muss raus. Aber vorher schicke ich die Blumen noch zu Helgas Sammlung.

Die Sonnenblume ist für Euch, nur für Euch, als kleiner Dank.




Lieben Gruß
Katala

Kommentare:

  1. Oh ja...liebe Katala...das Röhren des Hirsches kenne ich...wir haben hier einen Wildpark...ich laufe oft dort mit dem Hund entlang...Ich wünsche dir noch einen schönen Tag! LG Lotta.

    AntwortenLöschen
  2. Wenn ich mir das vorstelle, bekomme ich Gänsehaut, ich wäre gerne dabei gewesen.
    Vielen Dank für die Sonne. Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  3. Schon beeindruckend.. nicht wahr.. so ein Hirsch auf Liebesschau!!
    Kein Wunder, dass er der König des Waldes ist..
    Herzlichst, Nicole

    AntwortenLöschen
  4. Was für eine Geschichte!
    Bon Weekend!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  5. Hallo liebe Katala,

    als ich deinen Post gelesen habe, hatte ich totale Gänsehaut und stand direkt neben dir im Dunkeln. Das muss ja so ein tolles Erlebnis sein, das hätte meinen Kindern auch gefallen.
    Und Dalien... ich liebe Dalien. Außer das sie in der Vase immer so schnell schlapp machen.
    Ich wünsche dir ein sonniges Wochenende.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

    AntwortenLöschen
  6. Hallo liebe Katala,
    das klingt nach einem wundervollen Glücksmoment, den ihr da erlebt habt! Herrlich! Das ist eben Natur....das kann einem kein Fernseher bieten, nicht wahr!
    Den Herbst hast Du Dir ja auch wundervoll ins haus geholt! Hagebutten und Kürbisse dürfen bei mir auch nicht fehlen....
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und laß Dir liebe Grüße da,
    Julia

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Katala,
    es war, als wäre man dabei gewesen, so hast Du es beschrieben. Ich kenne das Röhren nicht in echter Natur. Aus dem Fernseher das Aufeinanderknallen der Geweihe. Welche Kraft!
    Deine Herbstdeko gefällt mir auch so gut. Einfach, aber ausdrucksvoll!
    Einen lieben Gruß und ein schönes Wochenende, Elke

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Katala,
    schön, dein Herbst und oh, ja, natürlich habe ich schon Hirsche röhren gehört. Ich bin doch ein Mensch, der viel und oft und gern in den Bergen unterwegs ist. Und ja, immer ein durchdringendes Erleben - so kraftvoll - ja fast schon archaisch!
    Hab eine wundervolle Woche
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  9. Alles ,was zum Herbst dazugehört gibt sich bei deinem wunderschönen Herbststillleben ein Stelldichein : Dahlien, Sedum, Hagebutten, Kürbisse , Kastanien und...ein Rehschädel ??? Und dank dir weiß ich jetzt auch, wie sich das Röhren der Hirsche anhört :-) Das hätte ich auch sehr gerne live erlebt !!!
    Ganz herzliche Grüsse und eine gute Woche, helga

    AntwortenLöschen

Schön, dass Du mich besucht hast.
Ich freue mich über jeden Kommentar.