Donnerstag, 29. Mai 2014

Himmelfahrtsholunderblütensirup

Was für ein Wort!

Ich hatte das Ganze erst

Himmelfahrtsholunderblütensirupfertigstellungsfotoberichterstattung

nennen wollen. Und das einfach nur, weil man in unserer Sprache Substantive und substantivierte Verben so hübsch endlos aneinanderreihen kann, bis die Sinnlosigkeit perfekt ist. Wer soll denn das noch lesen? So viele Wörter in einem:


Himmel
Fahrt
Holunder
Blüten
Sirup
fertigstellen (das sind ja eigentlich auch zwei)
Foto
Bericht
erstattten

eben: Himmelfahrtsholunderblütensirupfertigstellungsfotoberichterstattung

Nun sieht's zwar schön scheußlich aus. Ist aber inhaltlich völlig falsch. Hier sieht man nämlich nur das Ergebnis. Von der Fertigstellung kein einziges Bild.
Tja, wie könnte das Ganze denn dann heißen? Natürlich alles in einem Wort...
Aber da fällt mir gerade nichts ein.


Also Knetekugeln nun raus aus dem Hirn. Die müssen zwar auch mal dürfen. Aber jetzt ist genug.

Jetzt will ich Euch erst einmal für Eure lieben Kommentare danken. Ich freue mich immer riesig, wenn ich sie lese. Leider habe ich es wieder einmal kaum geschafft, Eure Beiträge anzuschauen oder gar selbst einen netten Satz zu hinterlassen. Im Moment ist so viel zu tun, dass jeder Tag ruhig doppelt so lang sein könnte, und die Stunden würden wahrscheinlich immer noch nicht reichen, um alles zu schaffen. Aber das ändert sich irgendwann wieder. Das hoffe ich zumindest.



Ganz oben auf meiner To-do-Liste steht im Moment Holunderblütensirup. Der gute Gatte liebt ihn und er muss viel davon haben. Diese paar Flaschen sind erst der Anfang, denn mit so wenig kommen wir nicht übers Jahr.
Am liebsten pflücke ich die Blüten nach mehreren Sonnentagen an einem sonnigen Vormittag. Da haben sie das meiste Aroma. Leider klappt das nicht immer.
Zumindest hatte es hier am Wochenende kaum geregnet und am Montag war es den ganzen Tag sonnig gewesen. Und da für die nächsten Tagen schon wieder Gewitter und ausgiebiger Landregen angesagt waren, habe ich am Montag auf dem Heimweg noch schnell die ersten Blüten gesammelt und am Abend angesetzt.

Rezept:

2,5 Liter Wasser
2 Kilo Zucker
50 gr Zitronensäure
1 ungespritzte Zitrone
35 Holunderblüten

Holunderblüten von den Stielen ribbeln und in einen großen (Stein-)Topf füllen. Zitrone in Scheiben schneiden und dazugeben. Derweil das Wasser mit dem Zucker aufkochen lassen. Wenn es kocht, die Zitronensäure einrühren und dann über die Blüten und die Zitrone gießen. Gut abdecken und ein paar Tage an einem kühlen Platz ziehen lassen. Danach abseihen, nochmals aufkochen und noch heiß abfüllen.


So hält sich der Sirup über Jahre. Also, theoretisch. Nur die schon geöffneten Flaschen müssen in den Kühlschrank, wenn sie länger als eine Woche stehen sollen. Das ist bei uns allerdings selten der Fall.

Ich wünsche allen einen schönen Restfeiertag und all denen, die morgen nicht arbeiten müssen, ein geruhsames langes Wochenende.

Lieben Gruß
Katala

Kommentare:

  1. Liebe Katala,
    das Wort ist einfach super. Werde ich mir merken (habe es aufgeschrieben).
    Der Sirup sieht richtig lecker aus. Bestimmt schmeckt er auch so gut.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Irmi

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  2. In Preußen hat es zumindest nicht geregnet....;-) Wie die Rose heißt, weiß ich leider nicht, denn ich habe sie in Sangerhausen im Rosarium fotografiert...und nicht aufs Schild geschaut...Ich denke, es ist eine Rugosa-Rose...LG Lotta.

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    1. Danke. Dann schaue ich mal auf deren Seite. Vielleicht finde ich sie ja.

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  3. Liebe Katala,
    auch wenn du ganz groß bist freue ich mich jederzeit über eine Mitbewohnerin - das ist ja nur ein kleiner Ausschnitt des Gartens - da hast du doch ganz bestimmt und ganz locker Platz. Wenn du dann auch noch so ein süßes Fläschchen von deinem wunderbaren Himmelfahrtsholungersirup mitbringst ... Erfrischender Post!
    Hab eine wundervolle Zeit und danke dir für deinen Besuch. Ich freue mich immer erneut über dich.
    Elisabeth

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  4. Danke fürs Erinnern, ich muß auch dringend welchen machen...
    Liebe Grüße,
    Markus

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