Dienstag, 28. August 2012

Dekospiele #1

Die kleine schäbige Kammer wird langsam zum Salon. Die Löcher sind verputzt. Die Wände sind geweißt. Das Fenster ist fertig. Jetzt fehlt noch  die Heizung. Auf die warte ich. Sehnsüchtig. Verzweifelt. Denn bevor nicht der Monteur da war, macht es überhaupt keinen Sinn, sich um Fußboden und  Scheuerleisten zu kümmern. Lieber Herr Monteur, bitte komm doch bald. Ich will weitermachen. Ich will fertig werden. ICH WILL EINRÄUMEN.
Und weil ich nicht gerade der Geduldigsten eine bin, musste ich am Sonntag schon ein wenig probedekorieren.


Es fing alles ganz harmlos an. Nun ja, das tut es ja immer. Erst nur ein Kränzlein und ein Sträußlein. Aber wartet's ab, es wird bald mehr. So an die dreißigtausend Variationen habe ich ausprobiert. Das sind 'ne Menge Bilder.


Die Hagebutten sind übrigens vom Straßenrand. Das ist das Schöne daran, wenn man über die Dörfer fährt - man kann sich immer gleich ein wenig Grünzeug einsammeln. Den Kranz habe ich aus einer langen Ranke von wildem Wein gedreht. Und beides war eigentlich für die Schlafkammer gedacht.


Doch als ich es dann in die kleine schäbige Kammer geschleppt hatte, habe ich mich prompt in die Nische und vor allem in deren schmale Kante verliebt. Und da ging's los. 


Diese Decke hat meine Großmutter dereinst noch gehäkelt. Sie lag bei ihr oft auf dem Wohnzimmertisch. Als junges Mädchen fand ich dieses Teil schrecklich piefig. Damals hätte ich es gerne im Müll versenkt.


Jetzt bin ich froh, dass ich es habe. Man kann so wunderbare Dekospiele damit spielen. Aber auch mit der kleinen Decke klappt das. Die habe ich vom Flohmarkt.


Sie ist nicht gehäkelt, sondern gegabelt. Keine Ahnung, wie das geht. Ich weiß nur, dass so etwas eigentlich gestärkt und gespannt gehört. Mag ich aber nicht, denn dann kann ich ja gleich ein Brett nehmen. Und das habe ich dann auch getan.


Einmal  Brett oben. Einmal Brett unten.


Und dann hatte ich von den Hagebutten genug und habe mir den Strauß aus der Küche geholt.


Der ist auch vom Straßenrand. Nein, nicht geklaut. Ordentlich beim Bauern gekauft.


Wenn bunt, dann aber richtig. Also die alten Bildbausteine dazu.


Und nun die Holzklötze ohne Blumen.  
Sind diese alten Bausteine nicht wunderschön? Es sind Fundstücke. Niemand wollte sie mehr haben. Da wurden es ganz schnell meine.


Und nach diesem Bild war meine Lust auf Bunt auch schon wieder vorbei.

Hallo? Liest hier noch jemand? Echt? Wie schöööön!

Ich habe noch ganz, ganz viele Fotos. Aber ich brauche erst einmal eine Pause.

Euch allen einen schönen Tag.
Lieben Gruß
Katala

Montag, 27. August 2012

Mordgelüste

Unser Hahn war ja nie ein besonders sanftes Wesen. Er konnte noch nicht richtig krähen, aber einem ins Bein hacken, das konnte er schon.Wir haben sein schlechtes Benehmen mit allem möglichen entschuldigt,  aber nun ist Schluss.
Als ich gestern hinters Haus wollte, um nach den Obstbäumen zu sehen, hatte ich mir extra ein Stück Melone mitgenommen, um den Raufbold milde zu stimmen. Das schien auch erst zu klappen. Doch als ich schon fast fünf Meter von ihm entfernt war, wollte dieser häßliche, kleine Flugraptor doch tatsächlich versuchen, mich am Genick zu kriegen. Von hinten kam das feige Mistvieh angerannt und hob ab. Ich sah's zum Glück aus den Augenwinkeln und konnte ihm mit dem Sieb, das ich eigentlich fürs Fallobst mitgenommen hatte, in den Holunderbusch befördern. Das verbesserte seine Laune nicht eben. Noch zweimal versuchte er, mir an den Hals zu gehen. Noch zweimal musste ich ihn wie einen übergroßen Tennisball aus der Luft schlagen . Alles ging irrsinnig schnell. Dann standen wir uns gegenüber. Mir zitterten die Knie. Dieser  missratene Kreatur dröhnte hoffentlich der Schädel. Für einen kurzen Moment war Waffenruhe. Ich konnte  schnell das Obst und dazu noch einen Stock als Waffe für den Rückweg einsammeln. Den trat ich übrigens rückwärts an, um dieses hinterhältige Biest keine Sekunde aus den Augen zu lassen. 
Und selbst wenn das schwanzlosen Ungeheuer mal eben noch schnell  goldene Eier legte - sein Schicksal ist besiegelt.

Wie trällerte der Gute Gatte so nett:
Bald essen wir den Suppenhahn,
den gestern wir noch huppen sah'n.

So. Jetzt gehe ich ins Bett und träume von Hühnerbrühe.

Euch allen wünsche ich einen friedvollen Start in die Woche.

Lieben Gruß
Katala

Freitag, 24. August 2012

Unsere erste Ernte



Die Pfirsiche sind reif. Hurra! 




Also ran an die Bäume und pflücken. Erst vom einen Baum. Dann vom anderen Baum. Dann war die Schüssel voll und wir hatten acht Kilo. Dazu noch einen großen Korb mit Weintrauben. Machte zusammen elf Kilo. Ach ja, und dann noch die Falläpfel, die schon da waren. Irgendwie haben wir vergessen, die zu wiegen. Wahrscheinlich, weil wir alle ganz schnell zu unserer wohlverdienten Obstpause wollten.


Danach hieß es Küchendienst und nun sind wir stolze Besitzer von eingeweckten Pfirsichen, Pfirsich-Apfelmus, Pfirsich-Weintrauben-Saft und Pfirsichlikör.
Mit dem Pfirsichlikör haben wir übrigens begonnen. Darum gibt es davon auch noch ein Foto.


Ich bin gespannt, ob der Likör was wird. Wir hatten nämlich kein Rezept und auch nicht genügend Wodka, nur lauter Reste, die wir wild zusammengepanscht haben, und dann kam noch ein bisschen hiervon und ein bisschen davon dazu. Na, mal schauen. So in vier Wochen werde ich vorsichtig kosten. Bis dahin wird einmal täglich geschüttelt, nicht gerührt.

Bevor ich mich nun ins Wochenende verabschiede, noch einmal einen herzlichen Dank für Eure lieben Kommentare. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich mich darüber freue.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende. 

Einen lieben Gruß in die Runde
Katala

Montag, 20. August 2012

Memento mori oder Vanitas für Arme

Ich glaube, die Hitze zersetzt mir das Gehirn. Und wenn man in diesem Zustand dekoriert, kommt Merkwürdiges dabei heraus.


Es ist mir übrigens erst beim Durchsehen der Bilder aufgefallen, was ich da zusammengebastelt habe. Dabei wollte ich doch nur meine Schlafkammer etwas aufhübschen - sie ist noch immer so klösterlich karg.


Es begann mit dem Rehschädel. Der Rest fügte sich wie von selbst dazu und siehe, alles driftet ein wenig in Richtung Vanitas, aber halt nur Vanitas für Arme.



Wenn ich einmal reich wär (VORSICHT:  Anatevka und total out ), dann leistete ich mir ein echtes Vanitas-Stilleben und hängte es mir übers Bett. Am liebsten das (klick). Das tät ich auch nehmen (klick). 
Im Moment bleibt mir leider nur Kunstraub, um an ein solches Bild heranzukommen, und um dieses Handwerk noch zu erlernen, bin ich schon zu alt. 

Was soll's. Ein solches Gemälde, ist sicher auch kein bisschen shabby. ABER SCHÖÖÖÖN.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sommerabend.


P.S.: Dieses kleine, verrostete Blechteil ist übrigens ein altes Plissiereisen aus dem Sperrmüll, dem die Griffe fehlen.



Euch allen noch einen lieben Gruß
Katala


P.P.S., aber nur für die, die hart im Nehmen sind und auch nur ins Unreine gesprochen:

Es wäre doch einmal interessant, die Dekorationen des immer mehr in Mode kommenden Shabby-Stls und all seiner Spielarten  darauf zu untersuchen, welche Symbolde der Vergänglichkeit in welcher Häufigkeit auftauchen und warum gerade zu dieser Zeit. Aber vielleicht gibt es diese Untersuchung ja schon und ich habe halt nur wieder einmal keine Ahnung, hinke den Ereignissen um Jahrhunderte hinterher. Dann lasst mich aber bitte nicht dumm sterben, dann berichtet mir davon.

Ist ja gut. Ich bin ja schon still. 
 

Samstag, 18. August 2012

Vom Schätze finden

Wenn man ein sehr altes Haus übernimmt, erlebt man immer wieder Überraschungen. Die meisten bedeuten einfach nur mehr Arbeit. Doch manchmal findet man auch einen kleinen Schatz, völlig verstaubt und von Spinnweben überzogen. 

 
Es waren zwar nur ein paar alte Grußkarten aus den Fünfzigern und keine verschollenen Kronjuwelen, aber wir haben uns riesig gefreut. Bestimmt eine halbe Stunde lang haben wir geputzt und entstaubt und jede einzelne Karte ausgiebig bestaunt.


Es war ein bisschen wie auf einer Zeitreise. Die vielen Bilder von Alpenveilchen und Nelken, die damals so groß in Mode waren. Und die alten Handschriften, zum Teil noch in Sütterlin.  Und ganz sicher steckte damals in jedem Umschlag Geld. 
Aber was macht man nun mit so einem Schatz?



Wir haben alles fein säuberlich in eine Kiste verpackt und auf den Boden getragen. Und ganz sicher werden wir bald vergessen haben, dass es diesen Schatz überhaupt gibt. Dem einen oder anderen wird die kleine Kiste noch einmal in die Hände fallen und dann wird er sie noch ein Stückchen weiter in die hinterste Ecke räumen, dorthin, wo all das Zeug liegt, das niemand braucht. Irgendwann wird die Kiste eingestaubt und mit Spinnweben überzogen sein. Und so in dreißig, vierzig, fünfzig Jahren wird sie dann jemand wieder entdecken und sich riesig darüber freuen, dass er einen Schatz gefunden hat.





An dieser Stelle einmal einen herzlichen Dank an Euch alle. Ich freue mich, dass es Euch gibt, dass Ihr bei mir vorbeischaut, und ich freue mich natürlich über jeden Kommentar.

Habt alle ein schönes Wochenende. Ich fahre jetzt in meine Kammern.

Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 16. August 2012

"Alles weiß, so'n Scheiß!"

sprach der kleine Herr und wartete gespannt auf meine Reaktion.
Der Gute Gatte hatte inzwischen meine Kammern mit weißer Leimfarbe gestrichen. 
Aber alles weiß? Stimmt doch gar nicht.



"Doch, bei dir ist alles weiß", beharrte der kleine Herr.
Da ließ ich ihn mal aufzählen.
"Na, die Wände zum Beispiel."
"Und bei euch?"
"Ähm", machte er und danach kam für eine Weile nur noch warme Luft, denn auch bei den Kindern sind alle Wände weiß.

 
"Aber bei dir ist ja alles andere auch weiß."



Schon schlecht, wenn man Behauptungen aufstellt und sich nicht richtig erinnern kann.
Er grübelte. Dann fand er endlich noch ein Argument:



"Bei dir ist ja sogar das Kissen weiß. Bei uns ist alles bunt." Sprach's, machte auf den Hacken kehrt und verschwand.



Der kleine Herr findet meine heiß und innig geliebte Schlafkammer also todsterbenslangweilig. Aber das alte Bett, das wir in der anderen Kammer fanden, das musste er unbedingt haben. Der Shabby-Virus hat ihn also auch schon gepackt. Er weiß es nur noch nicht.

Allen einen schönen Tag.

Katala

Mittwoch, 15. August 2012

Vom Nachmachen einer Kette


Das Prinzesschen, die Enkeltochter, ist erkältet. Sie schnieft und hustet und ist vergnatzt. Da hilft nur eine Kette, denn mit Schmuck kann man sie immer fangen.
Die Idee dafür fand ich hier und ich fand sie so wunderschön, dass ich es sowieso probieren wollte.

Man nehme also Holunderbeeren, die noch grün und fest sind...



...popele sie von den Stielen und fädele sie auf.



Aber leichter geschrieben als getan. Nicht einfach Nadel rein und Faden durch. Nee, nee. Man muss genau die Mitte zwischen den harten Kernen im Inneren treffen, sonst kommt man nicht weiter oder die Beere bricht auseinander.
Ein mühsames Unterfangen für kleine ungeschickte Finger.


Die Lust an diesem Spiel ist dann auch rasch verflogen.
"Oma, machst Du weiter?" fragt das Prinzesschen und verschwindet, ohne noch die Antwort abzuwarten. 
Klar macht Oma weiter. Oma war ja auch so blöd, es unbedingt probieren zu wollen. 

Und also sitze ich und fädele und fädele und fädele und fädele ... bis auch ich keine Lust mehr habe und beschließe, die Kette ist fertig.


Nun hängt sie am Prinzesschen. Und da wird sie wohl auch bleiben, bis sie hin ist.

Allen einen schönen Tag

Katala

Montag, 13. August 2012

12 von 12


Zwölf Bilder vom 12. eines Monats...

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf diese Aktion gestoßen bin. Aber ich fand sie so spannend, dass ich sofort beschloss mitzumachen. Mehr darüber findet Ihr hier.

Hier also mein 12. August 2012 in zwölf Bildern, auch wenn der Tag schon um ist.:



Was wäre ein Sonntagsfrühstück ohne frische Kräuter und frische Eier. 


Hat schon einmal jemand ein so winziges Hühnerei gesehen? Es ist nicht viel größer als ein Taubenei. Aber viel, viel schwerer. Wir haben schon spekuliert, dass es vielleicht nur aus Kalk besteht. Aber wir wissen es noch nicht. Ich habe es nur für diese Fotos aus der Kammer geholt. 
Ich wollte es ja erst als Rarität für immer (oder bis es zu stinken beginnt) aufheben, aber die Tochter möchte natürlich wissen, was drin ist und eigentlich möchte ich das auch. Also werden wir es doch irgendwann kochen.  



Am Vormittag heißt es für die Tochter dann, weiter die zahllosen Kisten auspacken. Vielleicht findet sie ja auch endlich die Eierbecher.


Ich bastele weiter an meinem Salonfenster herum.



Die Herren kümmern sich um die Werkstatt und räumen und räumen und räumen.



Und was macht der kleine Herr, der Enkelsohn?

"Lesen und Mucke hören." 



Mit seinen zehn Jahren ist er ja schon so cool, dass er sich nur selten zu ganzen Sätzen herablässt, es sei denn, er kann damit den Kampf ums letzte Wort gewinnen. 

 Am Nachmittag herrscht Ruhe auf dem Hof. Alle sind ausgeflogen. Ich gönne mir eine Strickpause, bis es mir in der Sonne zu heiß wird.


Ich gehe ein bisschen die Hühner füttern. Ich hatte für sie extra Melonenschalen mitgebracht, die lieben sie besonders.  

Hat man erst einmal Viechzeug, schmeisst man ja nichts mehr weg. Schlimmer noch. Ich habe sogar schon statt Pfirsichen dann doch eine Wassermelone gekauft, weil da auch noch etwas für die Hühner übrig bleibt.


Am Abend gibt es noch folgenden Dialog:

Sohn: "Papa, weißt Du, wo meine Survivalflasche ist?"

Vater: "So 'ne Flasche zum Zuschrauben?"

Sohn: "Ja, die, die ich zu Weihnachten bekommen habe."

Vater: "So eine schwarze?"

Sohn: "Ja."

Vater: "Ist die außen mit Stoff?"

Sohn: "Ja."

Vater: "Und das ist so ein schwarzer Stoff?"

Sohn: "Ja, genau die meine ich."

Vater: " Nee, die habe ich noch nie gesehen."

Und diese Antwort verschlug dem Kind ausnahmsweise einmal die Sprache.



Natürlich weiß der Vater, wo die Flasche ist. Und nachdem sich der Sohn von seiner Sprachlosigkeit erholt hat, kann er auch gleich wieder rumalbern.


Jetzt ist es Nacht. Zwei Rehe, zwei Füchse und ein Katze kreuzten meinen Heimweg. Ich bin müde. Kommentieren schaffe ich erst morgen.

Ganz viele Geschichten eines Tages in 12 Bildern findet Ihr bei Draußen nur Kännchen.

Ich wünsche alle einen guten Start in die neue Woche.

Katala




Samstag, 11. August 2012

Hortensien

Als sie auf dem Baumarkt sah, musste ich sie unbedingt mitnehmen, um sie dann gleich vors Fenster der Schlafkammer zu pflanzen. Aber, ach ja, da ist ja noch die Sache mit dem Gerüst, das noch kommen wird.  Das fiel mir allerdings erst zu spät ein.

Also kamen die Hortensien nicht gleich vors Fenster sondern erst einmal in eine alte löchrige Wanne. Ich hoffe, sie überleben das.







 


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Katala

Mittwoch, 8. August 2012

Waschtag


Im Wind flatternde Wäsche - ich liebe es. Wie früher bei meiner Großmutter. So muss Weißwäsche trocknen dürfen. All die Jahre, die ich in der Stadt gelebt habe, habe ich das mit am meisten vermisst.  

Gestern nachmittag war nun endlich richtiges Waschwetter. Die Regenwolken hatten sich verzogen, aber der Wind war geblieben. Bevor es sich das Wetter wieder anders überlegen konnte, habe ich schnell alle Teile, die ins Altenteil umziehen sollen, in die Maschine gesteckt. Heraus kam leider jede Menge Fitz. Die Häkelborten hatten sich aus dem Bezug befreit und innig ineinander verschlungen. Unsere Katze fand das ja sehr interessant. Ich fand das nur nervig.



Aber der Anblick auf der Leine hat mich für die Fisselei entschädigt. 




Und der Duft! Was gibt es Schöneres, als Wäsche, die nach Wind und Sonne riecht?!



Diese kleine Scheibengardine und auch alle Borten habe ich übrigens vor vielen Jahren bei einer Haushaltsauflösung gefunden. Die Verstorbene, so erzählte man mir, hatte einmal einen Dorfgasthof gehabt und die Mädchen, die damals bei ihr arbeiteten und lebten, mussten nach dem Dienst brav in ihren Kammer sitzen und für die Chefin häkeln - Abend für Abend, Meter um Meter. Kein Fernsehen. Sicher auch kein Radio. Haben sie gemeinsam gesungen? Über die Gäste getratscht? Von der großen Liebe geträumt? Ach, wenn ich das doch nur wüsste.






Allen einen schönen Tag.

Katala