Freitag, 14. September 2012

Kranz-DIY



Aber bevor es los geht erst einmal vielen Dank für Eure lieben Kommentare und die guten Wünsche für meinen kranken Rücken.  Das hat wirklich sehr gut getan und ich habe mich riesig gefreut.

So und nun will ich versuchen zu erklären, wie man einen Kranz windet. Eigentlich hatte ich dafür etwa hundert Fotos gemacht, beim Durchsehen aber festgestellt, dass sie nichts wirklich erklären. Es wäre wohl besser gewesen, ich hätte mir erst Gedanken und dann Fotos gemacht. Darum habe ich es nun mit den beiden - zugegeben etwas kläglichen - Zeichnungen versucht. Ich glaube die sind eindeutiger.

Doch nun genug der langen Vorrede. Es kann losgehen.

Alles, was Ihr für den Kranz braucht, sind ein paar schöne lange, frisch geschittene Ranken ohne Blätter. Sie sollten mindestens so um die zwei Meter lang sein.


Schritt 1:

Ihr fasst die Ranke etwa zehn Zentimeter hinter dem dicken Ende und wickelt sie zweimal auf, so wie man eine Wäscheleine aufwickelt. Welchen Durchmesser Ihr wählen müsst, sagt Euch die Ranke. Je dicker die Ranke ist, desto größer sollte der Durchmesser sein, damit sie nicht bricht.  Aber ein bisschen quälen könnt Ihr sie schon.



Schritt 2:

Nun müsst Ihr duch Euer Rankengewinde durchfassen, Euch das lange Ende der Ranke angeln und vorsichtig ziehen. Achtet darauf, dass sich die Ranke nicht in sich selbst verdreht, sonst bricht sie zu schnell.

Lasst der Ranke beim Festziehen immer einen großen Bogen, der etwa die Hälfte des Kranzumfangs einnehmen sollte, dann schmiegt sie sich wie von selbst an.
Dann die Ranke erneut durch- und festziehen und schon hat das Ganze etwas Stabilität.
Und dann wieder durch und wieder durch bis die Ranke aufgebraucht ist. Die überstehenden Enden biegt Ihr mit in den Kranz und steckt sie dort fest. Fertig.

Sollte Euch der Kranz jetzt noch zu dünn sein und Ihr habt noch mehr Ranken, könnt Ihr diese natürlich auch noch mit einwinden. Dazu nehmt ihr das dicke Ende und steckt es so in den Kranz, dass es sich einfügt. Also nicht von oben, sondern schräg, damit es sich ganz unauffällig anschmiegt (siehe oberes Foto). Und ist die Ranke mehrfach verzweigt, so wie meine da oben, dann ist das zwar ein wenig fisseliger, geht aber sehr viel schneller.

Wenn die Ranke doch einmal bricht - kein Problem. Zieht sie vorsichtig straff und dreht sie so, dass sie stabilisiert wird.


Man kann für einen solchen Kranz natürlich nicht nur Wilden Wein nehmen. Alles was Ranke und/oder flexibel ist, kann man zu einem Kranz winden, zu einem großen, zu einem kleinen oder auch zu einem ganz winzigen.

So, nun wüsche ich Euch ein schönes Wochenende und vie Spaß beim Nacharbeiten. Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt. Wenn nicht, dann lasst es mich wissen.

Lieben Gruß
Katala

Edit: Habe mal eben die Überschrift geändert. Wer braucht schon einen Jungfernkranz?!

Kommentare:

  1. liebe katala,

    deine zeichnungen sind super geworden...
    ich hab´s jedenfalls verstanden...

    kann mir vorstellen, dass es schwer ist, fotos zu machen während man einen kranz bindet... :)

    lg nancy

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  2. höhöhö.... ich brauche keinen Jungfernkranz mehr.... Nicht mal für meine Brut, das sind Jungs!
    Danke, Katala, wenn ich vom Einkaufen zurück bin, schlag ich gleich wieder Deine Seite auf und fang an!
    Ich finde Deine Zeichnungen gut verständlich.
    Lieben Gruß, vany

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  3. Danke für Eure netten Kommentare.
    Ach, bin ich froh, dass Ihr's versteht.
    Lieben Gruß
    Katala

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  4. Da renne ich doch jetzt glatt mal ganz schnell in den Vorgarten und schau, was sich eignen würde, so einen Kranz gleich mal selber auszuprobieren, ;-).

    Ich finde Deine Zeichnungen recht gut und gut ersichtlich, was Du meinst.

    So long,
    Corinna

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  5. So mache ich es auch immer. Danke für die tolle Anleitung!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  6. Danke für die schöne Anleitung! Ich werde jetzt auch mal mein Glück versuchen und einen Kranz binden.

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