Mittwoch, 8. August 2012

Waschtag


Im Wind flatternde Wäsche - ich liebe es. Wie früher bei meiner Großmutter. So muss Weißwäsche trocknen dürfen. All die Jahre, die ich in der Stadt gelebt habe, habe ich das mit am meisten vermisst.  

Gestern nachmittag war nun endlich richtiges Waschwetter. Die Regenwolken hatten sich verzogen, aber der Wind war geblieben. Bevor es sich das Wetter wieder anders überlegen konnte, habe ich schnell alle Teile, die ins Altenteil umziehen sollen, in die Maschine gesteckt. Heraus kam leider jede Menge Fitz. Die Häkelborten hatten sich aus dem Bezug befreit und innig ineinander verschlungen. Unsere Katze fand das ja sehr interessant. Ich fand das nur nervig.



Aber der Anblick auf der Leine hat mich für die Fisselei entschädigt. 




Und der Duft! Was gibt es Schöneres, als Wäsche, die nach Wind und Sonne riecht?!



Diese kleine Scheibengardine und auch alle Borten habe ich übrigens vor vielen Jahren bei einer Haushaltsauflösung gefunden. Die Verstorbene, so erzählte man mir, hatte einmal einen Dorfgasthof gehabt und die Mädchen, die damals bei ihr arbeiteten und lebten, mussten nach dem Dienst brav in ihren Kammer sitzen und für die Chefin häkeln - Abend für Abend, Meter um Meter. Kein Fernsehen. Sicher auch kein Radio. Haben sie gemeinsam gesungen? Über die Gäste getratscht? Von der großen Liebe geträumt? Ach, wenn ich das doch nur wüsste.






Allen einen schönen Tag.

Katala

Kommentare:

  1. Liebe Katala,
    ahhhh gestern habe ich auch meine Wäscheleine fotografiert! Ich hab lange drauf gewartet und nun szehe ich immer da und freue mich wie die Bettwäsche im Wind flattert! Aber du hast ja richtige Schätze auf der leine hängen!!!
    liebe andrellagrüße

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  2. liebe katala,

    habe dich über "so blogge ich" entdeckt und nun in meine blogroll eingefügt...
    ich bin gespannt wie es mit dem generationenhaus weitergeht!!!

    lg nancy

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