Montag, 16. Juli 2012

Von wichtigen Dingen und fehlendem Vorstellungsvermögen

Alte Menschen brauchen ein ordentliches Bett. Campingliegen, Luftmatratzen - das ist nichts für einen alten, kranken Rücken. Und da man schließlich nicht jedes Mal, wenn man sein Altenteil besucht, am Abend wieder nach Hause fahren möchte - auch das ist nichts für alte Leute -  muss also als erstes und wichtigstes eine ordentliche Schlafgelegenheit her. 

Die zweite Kammer sollte ein kleines Schlafzimmer werden, für uns beide natürlich.


Hätte ich diesen Raum selbst ausgemessen, hätte ich es eventuell schon vorher bemerkt. Zumindest hätte mich das milde Lächeln des Guten Gatten stutzig machen können,als ich ihm meine Pläne von diesem gemeinsamen Schlafraum erläuterte. Aber so war ich fest davon überzeugt, dass hier zwei Betten hintereinander Platz finden.

Als jedoch mein schönes altes Eisenbett aufgebaut war, war der Raum voll.


Bis zum Fenster ist nicht einmal mehr ein Meter Platz und die Tür lässt sich nur noch zu zwei Dritteln öffnen.
Nichts mit einem gemeinsamen Schlafzimmer, denn in dieses Bett passen  wir schon lange nicht mehr beide hinein. 

Nun wird es halt meine Schlafkammer. Der Gute Gatte zieht nach nebenan in den einzigen Raum, der im Altenteil die Bezeichung "Zimmer" verdient, und darf dort ganz ohne "Schnickschnack" sein - ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte.


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