Sonntag, 19. Februar 2017

Die ersten Schneeglöcken

In der hintersten Ecke des Gartens habe ich sie vorhin gefunden. Unter den Bäumen. Dort, wo die Morgensonne wärmt und kein eisiger Wind weht. Ich bin gehüpft vor Freude.


Und ich habe mir fünf geklaut.

 

Nun stehen sie bei den Tulpen auf meinem Arbeitstisch. Auf einem Mug Rug. Ich liebe diesen Begriff. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil Untersetzer in meinen Ohren so piefig klingt.


Doch die Kinder lieben diese Teile und benutzen sie auch immer für ihre Kaffeebecher.
Eigentlich hatte ich ihn für sie als Weihnachtsgeschenk genäht.


Doch der Vogel auf der Vorderseite ist leider mehr ein toter als ein träumender geworden. Und wer verschenkt schon gerne tote Vögel? Außerdem sollte man dessen Ruhe auch nicht mir kleckernden Kaffetassen stören.


So ist der Untersetzer bei mir geblieben und auf der Rückseite stehen nun meist Blumen. Auch meine ersten Schneeglöckchen.
Und die schicke ich noch schnell zu Helga vom Blog "Holunderbluetchen", die eigentlich schon freitags unsere Blumen sammelt.
Euch allen noch einen schönen Sonntag
Lieben Gruß
Katala

Mittwoch, 15. Februar 2017

Eye Poetry




"Ob der Schnee wohl die Bäume und Felder liebt, dass er sie so zärtlich küsst? Und dann deckt er sie schön warm zu, weißt Du, mit einer weißen Decke; und vielleicht sagt er, 'Legt Euch schlafen, ihr Lieblinge, bis der Sommer wieder kommt.'"


Andrea vom Blog "Holunder" lud uns ein,  diese Sätze aus Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" in einem Bild zu fassen, sie bildlich umzusetzen. Als ich das las, war ich sofort begeistert. Etwas Genähtes schwebte mir vor. Doch was? Schwierig.


Um eine Idee zu finden, griff ich mir meine Stifte und kritzelte einen Abend lang vor mich hin.


So sieht das Ganze nun als Stoffspielerei aus.



Wie man an den Stecknadeln unschwer erkennen kann, ist es noch nicht fertig...


...obwohl ich gestern fast den ganzen Tag daran genäht habe. Nachmittags schien sogar die Sonne ins Zimmer und zauberte wunderbares Licht.

Doch anstatt heute gleich wieder zur Nadel zu greifen, habe ich mich erst einmal an den Computer gesetzt und ein bisschen virtuell am Stoff herumgeschnippelt, denn das untere helle Stück ist mir noch zu klobig, zu dominant, zu langweilig.


So gefällt es mir schon besser. Nun, mal schauen, wie es am Ende aussehen wird. Wenn es soweit ist, werde ich es noch einmal zeigen.

Was anderen zu diesem Thema eingefallen ist, findet ihr hier.

So, jetzt nähe ich weiter.
Euch alle einen schönen Abend
Lieben Gruß
Katala

Sonntag, 12. Februar 2017

Überall Eis

Erst hat es getaut und nun ist seit Tagen Frost. Überall ist Eis. Und ausnahmsweise scheint mal die Sonne.


Auf dem Hof könnte man Schlittschuh laufen, wenn man es könnte. Kann ich aber nicht. Nie gelernt.
Also werde ich lieber ein bisschen zum See gehen.


Gehen geht aber nicht. Auch der Weg in den Wald ist eine einzige Schlitterbahn. Vorsichtig fahren und besser nicht aussteigen.


Der See ist wieder komplett zugefroren. Das Eis scheint recht dick. Aber weiß man's...


Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis tanzen. Die Sonne wärmt schon und mir ist sehr wohl. Doch bin ich ein Esel?
Also nur zwei Schritte gewagt.


Und einmal Froschperspektive.


Zurück geht's wie immer über die feuchten Wiesen. Auch alles gefroren.


Spiegelglatt. Und garantiert nicht tief. Hier holt man sich schlimmstenfalls nasse Füße.


Vorsichtig ein bisschen gerutscht. Ein bisschen geschlittert.
Ach, wenn ich mich doch traute so wie in Kindertagen. Einfach drauflos. Ohne nachzudenken. Ordentlich Anlauf genommen und dann hawusch bis in die Mitte.
Leider weiß ich inzwischen, dass ich auch wieder zurück muss. Aber warum nicht notfalls auf allen Vieren?
Wird man mit dem Alter feige? Nennt man das dann Erwachsensein?
Vielleicht sollte ich mich ja doch einmal trauen. Frei nach dem Motto: wird schon schiefgehen...



Mit meinen Stiften traue ich mich schon wieder. Die vielen Zeichenlehrbücher haben also etwas gebracht.
Nicht, dass ich nun besser zeichnen kann. Keineswegs. Aber es ist mir egal geworden, dass ich es nicht kann.  Genüßlich krakele ich wieder vor mich hin, gebe Gestalt, was mir gerade so durchs Hirn geistert. Und es macht Spaß. Riesigen Spaß.
Und darum gehe ich jetzt auch noch ein paar Minuten mit meinen Stiften spielen.

Euch allen eine gute Nacht und einen vergnüglichen Sonntag
Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 2. Februar 2017

Monatscollage Januar

Ein richtiger Wintermonat war dieser Januar. Mit Schnee und Eis und Grippe. Selbst das Internet schwächelte, brauchte Minuten, bis es eine Seite geladen hatte.
Das Internet hat sich inzwischen erholt und mir geht es auch langsam wieder besser. Meine Nase tropft nicht mehr wie eine kaputte Wasserleitung und der Husten läßt nach.
Bevor ich mich wieder in meinen Wohnsessel zurückziehe, will ich wenigstens die Monatscollage für Birgitt nachreichen.


Wie schon erwähnt: Der Januar war ein Monat mit Schnee, manchmal sogar mit viel Schnee für unsere Verhältnisse hier. Ich habe es genossen. Ich liebe es, wenn alle Bäume ein weißes Kleid tragen. Ich bin oft zum See spaziert, der komplett zugefroren ist, habe mich aber nicht weiter als zwei Meter aufs Eis getraut. Ich habe Schneemänner gebaut, einmal sogar einen Mitternachtsschneemann auf der Balkonbrüstung, der am Morgen schon wieder taute. Und ich habe meine Balkonamsel beobachtet, die immer noch brav jeden Tag kommt, die ich inzwischen aber nicht mehr mit Fotoshootings quäle. Ich habe mir ein paar Zeichenlehrbücher der anderen Art zugelegt - vielleicht hilft es ja. Ich habe mit meinen gefärbten Stoffen herumgewerkelt. Und ich habe mir den Frühling ins Haus geholt.


Noch nie vorher hatte ich eine gefüllte Anemone. Ist sie nicht wunderschön? Ich finde, sie verdient ein eigenes Bild.

Nun muss ich zurück in den Sessel. So ganz fit bin ich immer noch nicht.
Euch allen noch einen schönen Tag.
Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 12. Januar 2017

Schneegestöber

Gestern gab's Schneegestöber. Ich mag es.


Meine Balkonamsel mag es offensichtlich auch.


Stoisch saß sie da und ließ es über sich ergehen. Im Futterhaus hätte sie Schutz gehabt, doch sie blieb unbeweglich sitzen. Nur wenn eine Flocke auf ihrem Auge landete, schüttelte sie mal kurz den Kopf.


Nicht einmal von meiner Knipserei ließ sie sich aus der Ruhe bringen.


Erst als das Schneetreiben immer dichter wurde und der Wind die Flocken bis in den hintersten Winkel des Balkons und bis ins Zimmer trieb, haben wir uns dann doch beide vor diesem Wetter in Sicherheit gebracht.



Ich habe es mir drinnen gemütlich gemach, zugeschaut, wie der Wind winzige Schneewehen ans Fenster trieb, und mich an der Mehrfachspiegelung der Kerzenflamme erfreut.
Und ich habe allen Göttern gedankt, dass ich bei solchem Wetter nicht mehr mit dem Auto unterwegs sein muss. Ein Hoch auf das Rentnerdasein. Was bin ich froh, alt zu sein.

Euch allen einen schönen Abend und immer eine sichere Fahrt
Lieben Gruß
Katala