Mittwoch, 18. Oktober 2017

England - Schlösser und Gärten

England ist berühmt für seine Schlösser und Gärten. Sie sind wunderschön. Leider war die Zeit viel zu kurz, um alle zu sehen, aber zwei haben wir besucht.

Biddulph Grange Garden



Wie viele andere Schlösser und Gärten in Großbritannien gehört auch Biddulph Grange Garden zum National Trust, einer gemeinnützigen Organisation, die bereits 1895 gegründet wurde. "Ziel war es, Gebäude oder Landschaften von historischem Interesse oder besonderer Schönheit zu bewahren. Die Grundidee war, dass nur der Privatbesitz von Gebäuden und Grundstücken diese vor einer späteren Zerstörung oder Verbauung durch den Staat oder Unternehmen bewahren kann."(Quelle)
Nur mal so nebenbei: In Deutschland wurde die Stiftung Deutscher Denkmalschutz erst 90 Jahre später, im Jahre 1985 gegründet...


Doch zurück nach Biddulph Garden und zum"Dahlia Walk".


Ein Highlight des Parks im späten Sommer und im Herbst. Wunderschön. Wie der gesamte Park.

 

Auf den etwas mehr als sechs Hektar des Viktorianischen Landschaftsparks gibt es wunderbare Sichtachsen, jede Menge uralter Bäume, zum Teil die ältesten ihrer Art in ganz England, und viele verschiedene Gärten.


Einen chinesichen Garten.


Eine Stumpery - die älteste des Landes.
Es ist ähnlich einem Steingarten, nur halt mit verwitterten Baumstümpfen statt Steinen - eine Besonderheit des Viktorianischen Gartenbaus und sehr beliebt im 19. Jahrhundert.


Und einen ägyptischen Bereich gibt es auch.

Wir haben nicht alles gesehen. Sechs Hektar sind ganz schön viel Fläche und ganz schön viel Weg.  Außerdem brauchten wir dringend eine Stärkung.


Also zurück zum Schloß...


...mit den vielen, so unterschiedlichen Schornsteinen, die ich so sehr mag.
Besichtigen kann man das Schloß nicht. Doch es gibt ein Café und die leckersten frischen Scones, die man sich denken kann.


Teatime in der englischen Herbstsonne mit einer Freundin und ehemaligen Kollegin - so geil.

Und weil hier auch gerade so schön die Sonne scheint, gehe ich jetzt erst einmal in den Garten. Mehr von England gibt es dann demnächst.

Euch allen noch einen sonnigen Nachmittag
Lieben Gruß
Katala

Sonntag, 8. Oktober 2017

Dänemark

Eine Woche Angelurlaub auf Langeland. Nur zwei Tage mit dem Fotoapparat unterwegs und doch so viele Fotos. Also auswählen. Schwer. Darum Vorischt: Bilderflut.

Die Überfahrt

Morgens in Rostock. Erst einmal warten auf die Fähre. Wir müssen eine Stunde vorher am Hafen sein. Die Fähre kommt elf Minuten vor Abfahrt, schafft es aber trotzdem, um Neun wieder abzulegen.


Es ist für mich immer wieder faszinierend, zu beobachten, wie die vielen Autos im Hafen, noch ehe die Fähre angelegt hat, von den Pilot Cars vorsortiert werden. Und vor allem, mit welcher Geschwindigkeit das alles funktioniert. Wir haben noch nicht einmal Platz genommen, das geht's schon los. Vorbei an Warnemünde und hinaus aufs Meer. Und schon sehen wir den ersten Angelkahn. Bald werden wir auch einen haben, keinen so exquisiten, aber immerhin.

Das Meer

Der erste Abend. Das Haus ist bezogen. Das Auto ausgeräumt. Wir können endlich an den Strand.



Wir beobachten, wie die Angler mühsam ihr Boot auf den Trailer ziehen.  Soetwas haben wir auch gebucht. Aber vielleicht läßt sich ja noch etwas ändern.

Am nächsten Morgen bekamen wir ein etwas größeres Boot im Hafen. Und raus ging's aufs Meer. Die Kamera blieb fortan zu Hause. Wind war aufgekommen, für unsere Nußschale schon ganz schön heftig. Sollten wir kentern, dann sollte nicht auch die Kamera verloren gehen.
Gefangen haben wir nur sehr wenig. Zu den Dorschgründen, weit draußen im offenen Meer, haben wir uns mit unserer Nußschale nicht getraut. Für Plattfische haben wir uns zu doof angestellt - andere fingen an einem Tag 40 Stück. Wir nicht einen einzigen. Aber wenigstens eine schöne große Makrele und ein Hornhecht, ein Fisch mit grünen Gräten, gingen uns an die Angel. Beide sehr sehr lecker.

Am letzten Tag habe ich die Kamera dann doch mitgenommen.



 

Aber draußen auf dem Meer gibt es nicht all zu viel zu fotografieren. Fische haben wir auch an diesem Tag nicht gefangen. Außerdem nahm der Wind mehr und mehr zu.


 Also zurück zum Hafen...



...und den Möwen, die bei uns vergebens auf ein paar Fischabfälle warteten.

Das Nor

Am Vortag hatte ich auf dem Weg zum Hafen die falsche Straße erwischt. Da es sowieso gerade regnete, wollten wir wissen, wo diese Straße hinführt, und so landeten wir per Zufall beim Tryggelev Nor, einem von mehreren Vogelschutzgebieten auf Langeland.


Da ich die Kamera dabei hatte, musste ich dort noch einmal hin. Es ist eine wunderschöne Landschaft - wie überall auf Langeland. So sanft gewellt. So still. Und überall rote Beeren, deren Leuchten sich so schlecht aufs Foto bannen ließ.
Für mein kleines Objektiv waren leider auch die vielen verschiedenen Vögel zu weit entfernt.
Die Schafe waren näher.





Noch ein letzter Blick aufs Meer.





Und dann ging's zum Kofferpacken. Allerdings nicht, ohne noch ein paar Stops für Fotos einzulegen.



Auch wenn wir kaum etwas gefangen haben - der Urlaub war wunderbar. Im Kahn zu sitzen, die Angeln ins Wasser zu halten und von den Wellen gewiegt zu werden, macht einfach Spaß.
Wie immer, war auch dieser Urlaub natürlich viel zu kurz. Aber ich habe es gut. Morgen früh fliege ich noch für ein paar Tage nach England. Und darum werde ich jetzt Koffer packen.
Ich bin dann mal wieder weg. Tralala.
Euch allen eine schöne Woche
Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 5. Oktober 2017

September

Vorbei ist der September. Der Urlaub leider auch. Hier stürmt es gerade mächtig. In Dänemark nicht. Aber zu Hause gemütlich am warmen Ofen zu sitzen und die Fotos für die Monatscollage, die Birgitt jeden Monat sammelt, durchzuschauen, ist auch schön.


Schön war auch der September.
Schön war es in Weimar auf dem Töpfermarkt und auf der IGA in Berlin, wo ich in der GemüseAckerdemie all die vielen verschiedenen Tomnatensorten bewunderte.
Schön waren die Tage im Altenteil. Schön war der Spaziergang in der Dämmerung und schön war es in der Spätsommersonne zu sitzen und zu stricken, neben der an der Wäscheleine wachsenden Gurke.
Schön war es, eine ganze kleine Stiege voller Edelreizker zu finden. Das gute an diesen leckeren Pilzen ist: Kaum einer kennt sie und wenn sie wachsen, hat man sie fast alle für sich allein.
Schön war es, die ersten Kastanien zu finden.
Und schön war es in Dänemark am und auf dem Meer. Doch darüber später.

Ansonsten war der September wieder einer dieser Monate, die - hawusch - vorbei waren. Die Zeit rast nur so. Das liegt wahrscheinlich am Alter. Ist man Kind, dauert ein Tag ewig. Jetzt würde ich die Tage gut doppelt so lang nehmen.
Weil die Tage aber nunmal nicht 48 Stunden haben, habe ich es nicht geschafft, an Astrids Linkparty teilzunehmen.


Ein Foto hatte ich schon herausgesucht, aber für den Text hat die Zeit dann nicht mehr gereicht. Viel hätte ich sowieso nicht schreiben können, denn ich kann mich an meinen Schulanfang überhaupt nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich es nicht erwarten konnte, eingeschult zu werden. Als es dann endlich soweit war, ließ die Begeisterung für die Schule bald mehr und mehr nach. Aber wer ist schon all die Jahre jeden Tag aufs Neue voller Begeisterung zur Schule gegangen...

Euch allen einen schönen Abend
Lieben Gruß
Katala

Freitag, 22. September 2017

Blauer Sommer #2

Es kam wieder einmal, wie es kommen musste: Der Urlaub steht an. Ich wollte mir unbedingt noch ein neues Teil nähen. Das ist nun im Müll. Der Koffer ist noch nicht gepackt und morgen früh geht es los.
Doch da ich versprochen hatte, hier wieder öfter von mir hören zu lassen, will ich wenigstens noch das Making Off meines Sonnendruckes zeigen, denn wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, ist es schon Oktober und niemand denkt mehr an die Sommer-Post 2017.


Da ich bei der Verlosung eine der Glücklichen war und ein Fläschchen Inkodye gewonnen hatte, war die Methode klar. Ich surfte durchs Internet, um nach Inspirationen zu suchen und fand wunderschöne, detailreiche Sonenndrucke mit Fotos. Das ich wollte ich auch machen.


Ich ließ also Folien drucken und startete den ersten Versuch. Just an diesem Tage verabschiedete sich für die nächsten Wochen die Sonne. Ich ließ den Stoff samt Folie die Nacht unter einer Lampe liegen - viel war nicht passiert. Ich ließ das ganze noch zwei Tage im trüben Tageslicht liegen - alles was dabei herauskam, war dieses vermauschtelte Nichts. Weitere Versuche mit den anderen Bildern habe ich dann gar nicht mehr gestartet.

Die Zeit verging. Die Sonne machte sich weiterhin rar und ich brauchte eine Idee. Etwas Grafisches sollte es nun werden.


Aus Dauerbackfolie schnitt ich eine Schablone und als der Regen endlich mal nachließ, startete ich einen neuen Versuch.


Der Stoff weigerte sich zwar standhaft, die Farbe gleichmäßig anzunehmen, und der Wind pustete ständig unter die Folie, aber wenigstens erkannte man diesmal, was es sein sollte.
Da ich die erste unserer Gruppe war und die Drucke zur Post mussten, blieb für das Organisieren einer Glasplatte keine Zeit mehr. 


Mit der Gelieplatte, der kleine Versuchsschablone, einem Stück Kartoffelnetz und Wellpappe habe ich die Karten gedruckt.


Anders als sonst habe ich für jede Karte ein neues Schmuddelpapier zum Abstreichen der Rolle und zum Putzen der Schablonen genommen und daraus die Umschläge geklebt.


Und fast pünktlich kamen alle Briefe bei ihren Empfängerinnen an.

Und damit wir pünktlich unsere Fähre erreichen, muss ich jetzt endlich die Koffer packen.
Morgen geht's nach Dänemark ans Meer - tralalala.

Euch allen einen schönen Restseptember
Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 14. September 2017

Blauer Sommer

Der Sommer ist hier vorbei. Es ist kalt und regnerisch. Ich sitze mit Wollstrümpfen und Strickjacke am Computer. Als ich gestern die Bilder für diesen Post heraussuchte, tobte der Sturm ums Haus. Er zerrte an den Bäumen und mit lautem Krachen stürzte irgendwo ein Ast zu Boden.
Umso schöner war es, all die wunderbaren Briefe und Stoffe zu betrachten, die von Sonne, blauem Himmel und Meer, von Licht und Wärme erzählen. Jede Woche eine neue Überraschung. Es war so schön. Ein ganz dickes Danke an alle Sonnendruckerinnen aus meiner Gruppe und natürlich auch an Michaela und Tabea für diese Idee.

Weil der Sommer dieses Jahr nur so vorbeihuschte und ich es nicht geschafft habe, regelmäßig die Sommerpost hier vorzustellen, kommt nun fast alles auf einmal. Ein Stoff steht noch aus - wir waren neun in unserer Gruppe und dies ist die letzte Woche, in der noch ein Brief ankommen wird. Noch eine letzte Sommerfreude und dann ist die Aktion vorbei. Schade. Es könnte ruhig so weitergehen.
So, nun aber genug der langen Vorrede.
 



Der erste Sonnendruck, der in meinem Briefkasten steckte, der zweite aus unserer Gruppe, kam Ende Juli von Moni. So perfekt. So ganz anders als meiner.
Ich war in der ersten Woche dran. Wie mein Druck entstand, erfahrt Ihr, wenn alle Drucke beisammen sind.
Wie Monis Druck entstand, könnt Ihr hier nachlesen. 




Der Sonnendruck der dritten Woche kam von Michelle.  Sie schrieb dazu, dass ihr "ALLES (und  gleich mehrmals) schiefgegangen" sei. Nun weiß ich nicht, was sie geplant hatte, aber so, wie er geworden ist, mag ich diesen Druck. Er gefällt mir.



In der 4. Woche kam Post von Carolin (ohne Blog). Sie wählte ein Foto aus der Steiermark für ihren Sonnendruck, ein Foto, das sie sehr mag.



Der nächste Druck kam von Eva (ohne Blog). Sie schrieb dazu: "...ich habe mich durch die Cyanotypie zum Thema 'alter Zopf' verführen lassen ...ein bisschen mit halbtransparentem Frühstücksbeuteln experimentiert..."



Woche 6 und im Briefkasten steckte ein Umschlag mit Fisch von Claudia (ohne Blog). Die Hand von der Rückseite des Umschlags fand ich so witzig, dass ich sie ins obere Foto hineinkopiert habe. Claudia schrieb: "Nach diversen Experimenten mit der Cyanotypie habe ich mich für die Sache mit der Seidenmalfarbe entschieden..."



Stoff Nr. 7 kam von Anne (ohne Blog, aber mit einem Deviantart-Account). Anne schrieb: "Ich habe mich bei der Motivwahl vom Sommer, der Sonne und der Blütenpracht inspirieren lassen, um so diese tolle Jahreszeit einzufangen."



Die 8. und vorletzte Sommerpost kam vorige Woche von Christine, ein glimmernder Sonnendruck. Über Christines erste Erfahrungen mit dieser Technik erfährt man hier mehr.

Nun warte ich noch auf die Post von Karin und dann überlege ich mir, was ich mit all diesen schönen Stoffen mache.


Euch allen eine feine Restwoche
Lieben Gruß
Katala

Nachtrag: Gerade wollte ich auf "Veröffentlichen" drücken, da brachte mir der Gatte die letzte Sommerpost. Also habe ich gewartet, bis sich die dicke dunkle Wolke verzogen hat und wieder ein bisschen Licht ins Zimmer fiel.



Und da ist sie, die Sommerpost von Karin, die neunte und letzte dieser wunderbaren Aktion. Karin schreibt: "Im Mittelpunkt steht ein Sonnenuntergangsfoto, das ich an unserem Urlaubsort an der Nordsee aufgenommen habe. Umrahmt wird das Fotot von Meerwellen, Sonnenstrahlen oder einem blauen Sommermuster (je nach Belieben)."

Nun habe ich sie alle beisammen, alle neun Sonnendrucke. Und was wird daraus? Ich überlege noch.

Noch einmal vielen lieben Dank an alle Sonnendruckerinnen
Gruß
Katala